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Rückschau 11. Wissenschaftstagung

 
Teilnehmer der Wissenschaftstagung bei Postervorstellung, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Posterpräsentation mit Diskussionen
(c) FiBL, Klaus-Peter Wilbois

Unter dem Titel "Es geht ums Ganze: Forschen im Dialog von Wissenschaft und Praxis" hatten die Veranstalter zur 11. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau eingeladen. Rund 400 Forscher aus dem deutschsprachigen Raum folgten dieser Einladung und tauschten auf der Tagung neue Forschungsergebnisse aus. Das Tagungsmotto wurde aber vor allem durch die Teilnahme von mehr als 80 Landwirten und Beratern mit Leben gefüllt. Die Praktiker aus den verschiedenen Bereichen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft nahmen zusammen mit den Forschern an den Dialogworkshops teil, die speziell für diesen Austausch geplant und konzipiert wurden. Die Workshops waren so aufgebaut, dass sie besonders viel Raum für Diskussionen boten. Kurze Impulsreferate von Praktikern, Beratern und Forschern führten in das jeweilige Thema ein. In die anschließende Diskussion konnten sich alle Workshop-Teilnehmer einbringen und so ihre Erfahrungen und ihr Wissen austauschen.

Zahlreiche Workshops wurden im Bezug auf aktuelle Forschungsprojekte konzipiert. So fand der Abschlussworkshop zum sogenannten BÖL-Milchviehprojekt, welches die Verbesserung der Euter- und Stoffwechselgesundheit in der ökologischen Milchviehhaltung als interdisziplinäre Aufgabe bearbeitet, als Dialogworkshop auf der Wissenschaftstagung statt. Dort wurde unter anderem darüber diskutiert, wie Praxisbetriebe die in der Forschung erarbeiteten Handlungsempfehlungen beurteilen. Es gab auch einen Workshop zum interdisziplinären Bodenfruchtbarkeitsprojekt, der auf großes Interesse sowohl bei den Praktikern und Beratern als auch bei den Forschern stieß. Im ersten Teil wurden Maßnahmen zur reduzierten Bodenbearbeitung vorgestellt und diskutiert. Im zweiten Teil diskutierten die Workshopteilnehmer über den Körnerleguminosenanbau und dessen Wirtschaftlichkeit im ökologischen Landbau. Zu diesem brisanten Thema wurde im Workshop Forschungsbedarf aufgedeckt, es wurden aber auch Alternativen zum Körnerleguminosenanbau besprochen. Weitere Workshopthemen waren unter anderem Pflanzenzüchtung für den Ökolandbau, Saatgut-Qualitätssicherung, Spezielle Tierarten als Einkommensalternativen, faires Wirtschaften in regionalen Netzwerken, partizipative Forschung im Ökolandbau, Biodiversität, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie Biogas.

Dass der Dialog von Wissenschaft und Praxis bei der 11. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau gelungen ist und der Bedarf für diesen Austausch vorhanden war und noch immer ist, zeigt nicht nur das Lob der Workshop-Teilnehmer, sondern auch die Tatsache, dass viele sich noch mehr Zeit für die Diskussion gewünscht haben. Markus Wiggert von der Bioland-Beratung in Bayern forderte in seiner Rede zum Abschluss der Tagung eine Fortführung dieses Dialogs bei der kommenden Wissenschaftstagung in Bonn 2013. Er zeigte sich erfreut, dass sich viele Praktiker rege in die Diskussion einbrachten und dabei die Wissenschaftler stark beeindruckten. Nach dieser positiven Resonanz ist von Seiten der Veranstalter der 12. Wissenschaftstagung geplant, den Dialog zwischen Forschung und Praxis fortzuführen.

Weitere Informationen zur Tagung und den Dialog-Workshops sind unter www.wissenschaftstagung.de zu finden.

Letzte Aktualisierung: 20.04.2011

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