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Biokreis: selbstbewusst und regional auf der BioFach

07.02.2012
Die Zahl der landwirtschaftlichen Mitgliedsbetriebe im ökologischen Anbauverband Biokreis stieg 2011 im Bundesdurchschnitt um 8 Prozent, in Bayern um 13 Prozent. "Mit diesen Zahlen können wir uns selbstbewusst auf der BioFach präsentieren", so Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer des Biokreis.
Die BioFach, weltweit größte Messe für Bioprodukte, startet am 15. Februar in Nürnberg. Am Stand des Biokreis und seiner Mitaussteller in Halle 7 (241) geht es allerdings weniger um die große weite Welt: "Die Verbraucher haben längst erkannt, wie wichtig es ist, beim Nahrungsmitteleinkauf die regionale Herkunft zu beachten. Wir vom Biokreis zeigen, wie sich Bio-Qualität, Regionalität und Verarbeitung unter fairen sozialen Bedingungen vereinbaren lassen - und wie davon letztlich alle profitieren", so Sepp Brunnbauer.
Dem positiven Wachstum des Biokreis steht ein insgesamt eher maues Jahr für die Ökolandwirtschaft in Deutschland gegenüber. In Bayern ist die Zahl der Betriebe, die einem der vier Anbauverbände Biokreis, Bioland, Naturland und demeter angehören, gerade einmal um 3,66 Prozent gestiegen. Die Zahl aller Biobetriebe, also inklusive derer, die sich keinem der Verbände anschließen, ist gerade einmal um 1,8 Prozent gewachsen. Die Prognose für den Bund liegt eher noch unter den bayerischen Zahlen. Während der Markt für Biolebensmittel weiterhin im zweistelligen Bereich wächst, hängt die heimische Produktion also stark hinterher. "Das liegt sicher nicht allein an den aktuellen Rahmenbedingungen und der wirtschaftlichen Situation", so Sepp Brunnbauer, "sondern ganz klar auch daran, dass die Bundesregierung sich zwar eine irgendwie nachhaltigere Landwirtschaft wünscht, es aber nicht schafft, ein klares Bekenntnis zur ökologischen Landwirtschaft auszusprechen." Ohne klare politische Signale wagen die Landwirte die Umstellung nicht - zumal, wenn die umstrittene Produktion von Biogas sich nicht nur lukrativer sondern auch besser planbar darstellt, weil hier feste Zusagen für langfristige Förderungen gegeben werden.
Brunnbauer: "Wir haben die Empfehlung des Nachhaltigkeitsrates, die ökologische Landwirtschaft in Deutschland auf 20 Prozent auszudehnen. Und wir haben jede Menge Verbraucher, die sich Biolebensmittel aus Deutschland wünschen. Das ist ein klarer Auftrag an die Politik, die Rahmen- und Förderbedingungen für die deutschen Landwirte so zu gestalten, dass sie den Weg in die Bioerzeugung leichter finden können."
Quelle: Biokreis-Pressemitteilung
