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Bundesvereinigung Ökologischer Landbau (BVÖL) - Bio-Anbauverbände heben neue Interessenvertretung aus der Taufe

Gründungsversammlung des BVÖL: (v.l.n.r.) Josef Brunnbauer (Biokreis), Carsten Niemann (Landwirt), Delia Micklich (Biopark), Jürgen Hartmann (Verbund Ökohöfe), Jana Werner (Biokreis), Gottfried Marth (Biopark), Heinrich Graf von Bassewitz (Biopark) und Ariane Müller (Biofarmers).#Foto: BVÖL
14.10.2011
Die Bio-Anbauverbände Biokreis, Biopark und Verbund Ökohöfe haben mit der Gründung der Bundesvereinigung Ökologischer Landbau (BVÖL) eine neue, gemeinsame Interessenvertretung von Bio-Bäuerinnen und -Bauern aus der Taufe gehoben. Ziel des Zusammenschlusses ist die Verbesserung von gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Landwirtschafts-, Gartenbau- und Weinbaubetriebe sowie Imkereien - zum Ausbau und zur Stärkung einer zukunftsfähigen, gentechnikfreien Landwirtschaft und artgerechten Tierhaltung.
Mit der Gründung der BVÖL reagieren die Anbauverbände nicht zuletzt auf die zunehmende Bedeutung agrar- und gesellschaftspolitischer Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene. Durch die Bündelung gemeinsamer Ressourcen und Kompetenzen wird die Verhandlungsposition der Bio-Erzeuger insgesamt gestärkt, sowohl in politischen Entscheidungsprozessen als auch gegenüber der konventionellen Landwirtschaft, aber auch gegenüber Verarbeitung und Handel in der Wertschöpfungskette der Biobranche.
Dabei muss sich der ökologische Landbau in Deutschland bei der Interessenfindung, bedingt durch die frühere historische Teilung in "Ost" und "West", einer besonderen Herausforderung stellen, denn in den neuen Bundesländern bewirtschaften Biobauern weitaus größere Flächen als zum Beispiel in Süddeutschland. Die dadurch vorherrschenden unterschiedlichen Gegebenheiten der Mitglieder regionaler Anbauverbände sollen über die neue BVÖL aufgegriffen und konstruktiv bearbeitet werden, um Biobetriebe nicht gegen Biobetriebe und Regionen nicht gegen Regionen ausspielen zu lassen.
Die Initiatoren der BVÖL sind davon überzeugt, dass eine innovative ökologische Landwirtschaft mehr bedeutet als die Bewirtschaftung von Höfen zur Erzeugung gesunder Lebensmittel. Sie steht ebenso für die Wahrnehmung existentieller Aufgaben im Landschaftsschutz, im Tierschutz, zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe sowie zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Diese Anliegen verbinden Bio-Landwirte im Norden, Süden, Osten und Westen Deutschlands - unabhängig von ihrer Hofgröße.
In enger Kooperation mit dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der International Federation of Organic Agricultural Movements (IFOAM), landwirtschaftlichen und Umweltverbänden sowie Wissenschaftlern sollen auf nationaler und europäischer Ebene praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen bei Tierhaltung, Fütterung, Zucht, erneuerbaren Energien sowie im Pflanzenbau erarbeitet und voran gebracht werden.
Quelle: Biokreis-Pressemitteilung
