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Gentech-Pflanzen - Löwenstein kritisiert widersprüchliche Haltung der Bundesregierung

27.09.2011

In seiner Petition an den Bundestag, die am Montag im Petitionsausschuss behandelt wurde, forderte der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, die Parlamentarier auf, sich für einen Zulassungsstopp von Gentech- Pflanzen einzusetzen. "Sowohl die EU-Umweltminister als auch das Europäische Parlament halten das Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen für unzureichend. In unserer neuen Studie haben wir die eklatanten Lücken im Zulassungsverfahren aufgezeigt. Konsequenter Weise darf es deshalb keine weitere Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen geben, bevor das Zulassungsverfahren nicht grundlegend geändert wird", forderte Löwenstein in der Anhörung vor dem Petitionsausschuss.

Löwenstein kritisiert scharf die widersprüchliche Haltung der Bundesregierung: Einerseits sähe der parlamentarische Staatsekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser, keinen Handlungsbedarf, weil er das europäische Zulassungsverfahren für sicher hält. Andererseits hat sein Ministerium selbst - trotz europäischer Zulassung - den Anbau vom Gentech- Mais MON810 gestoppt, weil Sicherheitsbedenken bestehen. In einer Stellungnahme des Bundesamtes für Naturschutz zu der Sitzung des Petitionsausschusses werden eindeutig negative Folgen des GVOAnbaus auf die Biodiversität festgestellt.

Löwenstein hofft deshalb, dass die Parlamentarier den Fakten und dem Willen der über 100.000 Unterzeichner der Petition Rechnung tragen und sich für den Stopp weiterer Gentechnik-Pflanzen einsetzen.

Die Sitzung des Petitionsausschusses können Sie in der Mediathek des Deutschen Bundestages in voller Länge anschauen.

Quelle: BÖLW-Pressemitteilung


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