Arbeitsbedarf
Der Arbeitsbedarf auf Ökobetrieben ist höher als im konventionellen Landbau. Gründe sind zum Beispiel die vielseitigere Fruchtfolge und der verstärkte Anbau von handarbeitsintensiven Kulturen wie Kartoffeln oder Gemüse.
Der Arbeitsbedarf auf den meisten Ökobetrieben ist im Durchschnitt um zehn bis 25 Prozent höher als auf vergleichbaren konventionellen Betrieben.
Im Pflanzenbau ist insbesondere bei der mechanischen Unkrautregulierung in den Spezialkulturen mehr Arbeit erforderlich. Viehlose Ökobetriebe sind aufgrund der problematischen Nährstoffsituation weniger häufig als im konventionellen Landbau anzutreffen.
Ökobetriebe haben höhere Personalaufwendungen, weil sie mehr entlohnte Arbeitskräfte beschäftigen wie zum Beispiel Saison-Arbeitskräfte zur mechanischen Unkrautregulierung.
Darüber hinaus erfordert die direkte Vermarktung der Produkte zusätzliche Arbeitszeit. Die meisten Untersuchungen zeigen, dass Ökobetriebe einen Mehraufwand von zehn bis 20 Prozent zu vergleichbaren konventionellen Betrieben zu bewältigen haben.
Es gibt allerdings große Unterschiede zwischen den Betriebsformen. In Futterbaubetrieben steigt der Arbeitseinsatz um durchschnittlich elf Prozent, während der Anstieg in Marktfruchtbetrieben durchschnittlich 36 Prozent beträgt. In Betrieben mit Obst-, Gemüse- oder Gartenbau kann sich der Arbeitsaufwand sogar verdoppeln.
Aus der Forschung - für die Praxis
Verbesserung von Betriebsmanagement und Arbeitsorganisation
Die agrarpolitischen Rahmenbedingungen ändern sich, der Markt für Bioprodukte wächst und wird zunehmend international. Die deutschen Ökolandwirte stehen unter Anpassungsdruck. Welche Möglichkeiten bieten in diesem Zusammenhang Rationalisierung und Spezialisierung, Diversifizierung oder Kooperationen? Ziel eines Forschungsvorhabens war es, Beratern und Betriebsleitern Hilfestellungen an die Hand zu geben, um den betrieblichen Entwicklungsprozess und die damit verbundenen Neuerungen im Betriebsmanagement zu meistern beziehungsweise zu begleiten.
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Letzte Aktualisierung: 30.12.2011


