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Betriebswirtschaftliche Aspekte: Einführung

 

Der wirtschaftliche Erfolg eines landwirtschaftlichen Betriebes hängt von den erzielten Leistungen und den Kosten ab. Der Gewinn (oder Verlust) eines Betriebes berechnet sich also aus den betrieblichen Erträgen (Leistungen) abzüglich der betrieblichen Aufwendungen (Kosten).

Unternehmensertrag - Unternehmensaufwand = Gewinn oder Verlust

Der Unternehmensertrag setzt sich im wesentlichen zusammen aus

  • Leistung Pflanzenbau
  • Leistung Tierhaltung
  • Staatlichen Förderprämien

Der Aufwand setzt sich zusammen aus

  • Variablen Kosten:
    • Saatgut
    • Düngung
    • Futtermittel
    • Tierzukauf
    • etc.
  • Fix-Kosten:
    • Maschinen
    • Gebäude
    • Löhne
    • Pacht
    • etc.

Die Leistungs- und Kostenstruktur auf Ökobetrieben unterscheidet sich von der konventioneller Betriebe: Das Ertragsniveau ist gemeinhin niedriger, dafür können meist höhere Preise erzielt werden. Die Arbeitsbelastung ist höher als auf vergleichbaren konventionellen Betrieben, aber verschiedene staatliche Förderprämien bringen zusätzliche Einnahmen.

Über betriebswirtschaftliche Unterschiede ökologisch und konventionell geführter Betriebe können Sie in den Beiträgen dieses Themas Näheres erfahren.

Aus der Forschung - für die Praxis

Datensammlung "Ökologischer Landbau"

Daten zum ökologischen Landbau können unterschiedlichen Nutzergruppen helfen: Praktiker benötigen sie bspw. bei der Betriebsplanung, Wissenschaftler für Modellrechnungen und die Verwaltung für die Berechnung von Ausgleichszahlungen oder Fördersätzen. In einem Forschungsvorhaben wurde eine Datensammlung zum ökologischen Landbau erstellt, die Informationen für das landwirtschaftliche Betriebsmanagement bieten soll, mit denen sowohl komplexe Planungen wie auch überschlägige Betrachtungen möglich sind. "Für neue Rinder- oder Schweineställe müssen Ökobauern hohe Investitionen tätigen. Haben die Landwirte darüber hinaus Kosten von etwa 15 Euro für die Arbeitsstunde eines Betriebsleiters, dann genügen die Einnahmen, wie sie im Ökolandbau üblicherweise erzielt werden, häufig nicht, um ein angemessenes Einkommen zu erwirtschaften. Ohne die Förderung des Ökolandbaus durch öffentliche Mittel kommen deshalb viele Betriebe nicht aus", sagt Projektleiterin Dr. Ulrike Klöble vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V.

Im Projekt wurden drei Produkte erstellt:

  • eine gedruckte Datensammlung externer Link folgt"Ökologischer Landbau – Daten für die Betriebsplanung"
  • eine externer Link folgtOnline-Anwendung, in der die im Printprodukt dargestellten Planungsbeispiele sowie weitere Varianten dieser Beispiele recherchierbar und für eigene Berechnungen im Programm Excel nutzbar sind 
  • eine Erweiterung des Kalkulationsprogramms Baukost um Stallmodelle, die nach Vorgaben der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zulässig sind.

Näheres zum Projekt:

externer Link folgtDatensammlung Ökologischer Landbau 

Aus der Forschung - für die Praxis

Verbesserung von Betriebsmanagement und Arbeitsorganisation

Die agrarpolitischen Rahmenbedingungen ändern sich, der Markt für Bioprodukte wächst und wird zunehmend international. Die deutschen Ökolandwirte stehen unter Anpassungsdruck. Welche Möglichkeiten bieten in diesem Zusammenhang Rationalisierung und Spezialisierung, Diversifizierung oder Kooperationen? Ziel eines Forschungsvorhabens war es, Beratern und Betriebsleitern Hilfestellungen an die Hand zu geben, um den betrieblichen Entwicklungsprozess und die damit verbundenen Neuerungen im Betriebsmanagement zu meistern beziehungsweise zu begleiten. 

Näheres zum Projekt:

externer Link folgtDiversifizierung, Spezialisierung, Kooperation im ökologischen Landbau: Konzepte und Strategien zur Verbesserung des Betriebsmanagements und der Arbeitsorganisation (FKZ 03OE454/1 und 03OE454/2) 

Letzte Aktualisierung: 30.12.2011

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