Zeigerpflanzen im Grünland
Grünland als dauernde, von zahlreichen Pflanzenarten im Gemisch gebildete Grasnarbe ist durch menschliche Einflüsse entstanden (Rodung und regelmäßige Schnitt- oder Weidenutzung). "Natürliches Grünland" war bei der Besiedelung Deutschlands vor rund 6.000 Jahren auf waldfeindliche Standorte beschränkt.
Kenntnis der Zeigerpflanzen wichtig
Wichtig für eine erfolgreiche Grünlandbewirtschaftung ist die möglichst genaue Kenntnis der einzelnen Futter- und Zeigerpflanzen.
Jeder Standort formt (unter erheblichem Einfluss der Bewirtschaftungsweise) eine für ihn typische Pflanzengesellschaft, die jeweils die Summe aller dortigen Standorteigenschaften wiederspiegelt. So werden beispielsweise die Zeigerpflanzen für Nährstoffmangel nach Behebung dieses Mangels von anspruchsvolleren Pflanzen wieder verdrängt. Mithilfe der Zeigerpflanzen kann man Standortmängel leichter erkennen, um dann mit angemessenen Gegenmaßnahmen Abhilfe zu schaffen. Die Aussagen werden umso zutreffender je mehr verschiedene Zeigerpflanzen in nennenswerten Anteilen auf eine Standorteigenschaft hinweisen.
Der Grünland- Pflanzenbestand ist ein Spiegel des Standortes
und der Bewirtschaftung.
Zeigerpflanzen sind bei den ihnen entsprechenden Standorteigenschaften besonders konkurrenzstark.
Mit etwas Übung können durch Beobachtung von Vorkommen und Verbreitung der Zeigerpflanzen die wichtigsten Eigenschaften eines Grünland-Standortes erkannt werden, vor allem der Bodenwasserhaushalt, das Nährstoffangebot, Höhenlage und Klima, die Bodenreaktion, die Art der Nutzung sowie die Beliebtheit beim Vieh.
Das Internetangebot der Sächsischen Landesanstalten für Landwirtschaft enthält eine Auswahl der bekanntesten und eindeutigsten Zeigerpflanzen im Grünland:
Letzte Aktualisierung: 30.12.2011
