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Einführung

 
Weidegrünland und Milchkühe
Als Grundregel für eine gute Weidenutzung gilt: Kurze Fresszeit - ausreichend lange Ruhezeit.
(c) BLE, Foto: T. Stephan

Weidegras ist die kostengünstigste und artgerechteste Futterquelle für Wiederkäuer in der Sommerfütterung. Dabei dürfen allerdings die Futterverluste, die zwischen 10 und 35 Prozent der Trockenmasse liegen können, nicht übersehen werden. Die Milchproduktion auf Weidebasis lässt sich auch nicht so exakt planen wie diejenige mit Futterkonserven.

Bei der Weidenutzung gibt es verschiedene Verfahren, die sich für unterschiedliche Standortbedingungen anbieten.

Kurzrasenweiden: für flächenreiche, größere Betriebe mit geringer Arbeitskapazität, ausreichenden Niederschlägen und einer trittfesten Narbe

Umtriebsweiden: für Betriebe mit ausreichender Futterfläche (Standardform der Weidebewirtschaftung)

Portionsweiden: für flächenarme Betriebe mit ausreichender Arbeitskapazität

Alle genannten Weidesysteme sind intensive Nutzungssysteme mit hoher Tierbesatzdichte. Grundregeln sind:

  • Grasbestände im optimalen Stadium beweiden
  • Qualitätsunterschiede des Aufwuchses im Saisonverlauf beachten
  • Ergänzungsfutter gezielt einsetzen
Grafik zum Verzehr einer laktierenden Milchkuh in Abhängigkeit vom Futterangebot auf der Weide
Verzehr einer laktierenden Milchkuh in Abhängigkeit vom Futterangebot auf der Weide

Der Verzehr einer Milchkuh steigt mit zunehmendem Grasangebot, das von dem jeweiligen Standort, der Grashöhe und der Narbendichte abhängt. Außerdem fördert eine zunehmende Nährstoffkonzentration, die auf einem höheren Blattanteil beruht, den Verzehr. Je nach Dichte der Grasnarbe nähert sich der Verzehr seinem Maximum mit einer Aufwuchshöhe von sechs bis acht Zentimetern. Ab 15 bis 20 Zentimeter nimmt er wieder ab.

Letzte Aktualisierung: 01.12.2011

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