Blutrote Fingerhirse, Bluthirse (Digitaria sanguinalis)
Schadwirkung
Die Bluthirse stellt besonders im ökologischen Gemüsebau ein Problem dar. Sie ist Wirt für wandernde Wurzelnematoden (Pratylenchus penetrans).
Biologie in Kürze
Familie: Poaceae (Süßgräser)
Es handelt sich um ein einjähriges, wärmeliebendes Gras. Die Halme sind erst niederliegend, dann knickig aufsteigend. Die Nodien sind schwach behaart. Es wird eine Höhe von etwa 50 cm erreicht.
Das Keimblatt ist kurz, eiförmig-spitz. Die Blattspreiten der Laubblätter sind fein seidig mit einem weißlich-rötlichen, deutlichen Mittelnerv. Die Blattscheiden sind im unteren Bereich stark behaart. Die Blatthäutchen sind ca. 2 mm lang und gestutzt. Blattöhrchen sind nicht vorhanden.
Die Blüte setzt sich aus einblütigen, 2 bis 3 mm langen Ährchen zusammen, die sich zu zweit nebeneinander auf den Zähnen der Spindel befinden. Die Ährchen sind von drei Hüllspelzen fest eingeschlossen und grannenlos. Die untere Hüllspelze ist schuppenförmig. Drei bis sieben lockere Scheinähren (kurzstielige Rispen) stehen fingerförmig an der Spitze des Halmes. Jede Scheinähre ist 3 bis 10 cm lang. Die Blüte erfolgt im Sommer und Frühherbst.
Die Samen keimen an der Bodenoberfläche vorwiegend im Sommer und sind im Boden ca. drei Jahre lebensfähig.
Spezifische Regulierungsstrategien
Maßnahmen, die über die allgemeinen Grundsätze der Beikrautregulierungsmaßnahmen hinaus gehen, sind nicht bekannt.
Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

