Gemeine Hühnerhirse (Echinochloa grus-galli)
Schadwirkung
Die Hühnerhirse stellt besonders im ökologischen Gemüsebau ein Problem dar. Sie kommt insbesondere in Hackfrüchten, im Zuckerrüben-, Mais- und Kartoffelanbau vor. Bei guter Nährstoffversorgung kann sie sehr konkurrenzstark werden.
Biologie in Kürze
Familie: Poaceae (Süßgräser)
Bei der Hühnerhirse handelt es sich um ein einjähriges, wärmeliebendes Gras. In ihrer Jugendentwicklung benötigt sie viel Licht. Die Halme sind knickig aufsteigend oder aufrecht und an den Knoten behaart. Sie können bis zu 80 cm hoch werden.
Die dunklen, grau-grünen Blätter sind relativ breit und besitzen am Blattgrund wenige Randhaare. Der Mittelnerv der Blätter ist weißlich ("Hirseblatt"). Blatthäutchen und -öhrchen sind nicht vorhanden. Das jüngste Blatt ist gerollt.
Der Gesamtblütenstand ist eine zusammengesetzte Rispe mit ährenartigen Teilblütenständen. Die Rispe ist meist aufrecht und an der Spitze oft überhängend. Die Ährchen sind einblütig, an den Rispenästen etwas geknäuelt, hellgrün oder violett überlaufend. Es gibt drei Hüllspelzen, die Deckspelze unterhalb der Spitze ist meist lang begrannt, die anderen grannenlos. Die Blütezeit liegt im Sommer bis Herbst.
Die Samen keimen vorwiegend im Sommer ab der letzten Maidekade aus 0,5 - 5 cm Tiefe.
Hühnerhirse ist vorwiegend auf feuchteren, nährstoffreichen, sauren Lehm- und Sandböden, Schuttplätzen, Schwemmsanden und in Hackfruchtkulturen auf frischen Äckern zu finden.
Spezifische Regulierungsstrategien
- Vermeidung von Fehlstellen
- Vermeidung extrem früher Aussaattermine des Getreides
- Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
- Abflammen
Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

