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Mechanische Beikrautregulierung im Getreideanbau

 

Zur mechanischen Beikrautregulierung kommen im Getreideanbau folgende Geräte zum Einsatz:

  • Striegel
  • Egge
  • Federzinkenstriegel
  • Federzahnhackegge
  • Hackmaschine

Als Maßnahmen des Striegeleinsatzes werden unterschieden:

  • Blindstriegeln (vor dem Auflaufen der Saat)
  • Striegeln zum Spitzen des Getreides (Keimblatt darf nicht ausgerollt sein, da sonst durch Verschüttung Pflanzenschäden entstehen)
  • Striegeln ab 3-Blatt-Stadium
Striegel (12 m Arbeitsbreite) im Einsatz
Zu spätes Striegeln kann Auswinterung begünstigen, da die Pflanzen sich nicht mehr fest verwurzeln können,
(c) Hatzenbichler

Die höchste Wirkung des Striegelns wird beim Getreideanbau zum Spitzen des Getreides erzielt.

Das Striegeln von Wintergetreide im Herbst ist prinzipiell möglich. Infolge hoher Bodenfeuchtigkeit sind die Einsatzzeiträume sehr kurz und die Wirkung oft nicht ausreichend. Winterweizen und Triticale sind gut zum Striegeln geeignet, Wintergerste weniger und Winterroggen aufgrund der oberflächennahen Verwurzelung und des kriechenden Wuchses nur bedingt.

Insbesondere sind Böden mit mehr als 15 Prozent  Tonanteil für das Striegeln im Frühjahr geeignet, da sie im Vergleich zu Böden mit geringerem Tonanteil nicht so dicht lagern.

Das Striegeln von Sommergetreide kann auf allen Böden erfolgen, wobei je nach Intensität Wirkungsgrade von 30 bis 70 Prozent erzielt werden können. Hier sollte dem Striegeln der Einsatz der Camebridgewalze vorausgehen (Zerdrücken von Kluten, Schaffung von Schüttmasse).

Ist die Wirkung des Striegelns in Getreidebeständen nicht ausreichend, kann auch gehackt werden, wenn die Reihenentfernung mehr als 18 cm beträgt. Eine Wirkungsverbesserung erzielt man, wenn das Hacken mit anschließendem Striegeln kombiniert wird. Hier wird getrenntes Arbeiten für optimale Fahrgeschwindigkeiten und Wirkungsgrade empfohlen.

Aus der Forschung - für die Praxis

Landtechnische Lösungen zur Beikrautregulierung

In vielen Kulturen des ökologischen Pflanzenbaus sind die Arbeitserledigungskosten für die Unkrautregulierung eine wesentliche Kostenposition. Durch geeignete landtechnische Lösungen lässt sich der Handarbeitsaufwand deutlich reduzieren. Die Ergebnisse eines Fachgesprächs der Universität Kassel zu diesem Thema sind in einem Tagungsband veröffentlicht worden. Das Handbuch "Landtechnische Lösungen zur Beikrautregulierung im Ökolandbau" (ISBN 978-3-9801686-8-7) stellt auf 288 Seiten mit mehr als 145 Abbildungen und 30 Tabellen die Beikrautregulierung bei Bodenbearbeitung und Saatbettbereitung in Beetkulturen, im Feldgemüsebau und im Ackerbau dar. Der Tagungsband ist für 29,90 Euro beim Deutschen Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (DITSL) in Witzenhausen erhältlich (Bestellungen per E-Mail oder telefonisch unter 0 55 42 / 6 07 - 13). Eine Online-Version steht auf Organic Eprints zur Verfügung.

Näheres zum Projekt:

Letzte Aktualisierung: 02.05.2008

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