Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis)
Schadwirkung
Acker-Hundskamille kann vor allem im Wintergetreide, seltener im Sommergetreide, Zuckerrüben- und Kartoffelanbau auftreten. Acker-Hundskamille kann bestandsbildend und konkurrenzstark werden.
Biologie in Kürze
Familie: Compositae (Korbblütengewächse)
Acker-Hundskamille ist ein einjährig-überwinterndes bis sommereinjähriges Samenbeikraut. Die runden, grau-grünen Stängel sind aufrecht, verzweigt, schwach behaart und werden bis zu 50 cm hoch. An niederliegenden Stängeln können Beiwurzeln gebildet werden.
Die hellgrünen, ungestielten Keimblätter sind sehr klein, breitoval und der Erde aufliegend. Die ersten Laubblätter (Primärblätter) sind einfach fiederteilig. Die grau- bis blaugrünen, später erscheinenden Laubblätter sind mehrfach fiederteilig mit spitzen Zipfeln, weich behaart und sitzen am Stängel.
Die Blütezeit dauert vom Frühsommer bis zum Herbst an. Einzelne, gefüllte Blütenköpfe bestehen aus gelben Scheiben- und weißen Strahlenblüten mit einem zum Ende der Blüte kegelförmigen Blütenboden. Es tritt ein sehr schwacher Kamillegeruch auf.
Samen keimen oberflächlich und ganzjährig, vorwiegend im Herbst und Frühjahr. Bevorzugte Standorte sind leichte, sandige und lehmige Böden. Die Acker-Hundskamille ist kalkmeidend.
Spezifische Regulierungsstrategien
Es ist zu beachten, dass die Acker-Hundskamille in einigen Teilen Deutschlands ein gefährdetes Ackerwildkraut ist.
- Vermeiden von Bodenverdichtungen
- Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

