oekolandbau.de - Das Informationsportal



Ampfer-Knöterich (Polygonum lapathifolium)

 

Schadwirkung

Ampfer-Knöterich kommt als Beikraut überwiegend im Sommergetreide-, Zuckerrüben-, Mais- und Kartoffelanbau (in Hackfrüchten) vor. Er ist ein Vektor für Blattläuse (Myzus persicae und Aphis fabae), die den "Beet yellows virus" (Vergilbungskrankheit der Beta-Rübe) übertragen.

Keimling
Die Keimblätter weisen oft ein rötliches Hypokotyl auf,
(c) B. Gerowitt

Biologie in Kürze

Familie: Polygonaceae (Knöterichgewächse)

Ampfer-Knöterich ist ein einjähriges, formenreiches Samenbeikraut. Die Wurzel ist spindelförmig. Die kahlen Stängel sind aufrecht oder aufsteigend und meist.

Die Keimblätter besitzen ungleiche Blatthälften und sind schmal, dreimal so lang wie breit, kurzgestielt. Die wechselständigen, elliptisch-lanzettlichen Laubblätter sind deutlich gestielt und im unteren Drittel am breitesten. Die Blattoberseite ist oft rötlich verfärbt. Die Blattunterseite ist reich drüsenartig punktiert.

Am Stängel locker anliegend ist eine häutige Nebenblattscheide (Tute) an der Basis der Blätter zu finden. Die Ränder sind kurz bewimpert.

Die kleinen Blüten sind grünlich-weiß oder blassrosa bis purpurrot. Sie sind in aufrechten, walzenförmigen, end- oder blattachselständigen Blütenständen (Scheinähren) angeordnet. Die Blütezeit liegt im Hochsommer und Herbst. Die Samen keimen im Frühjahr aus 1 - 4 cm Bodentiefe.

Ampfer-Knöterich kommt insbesondere auf nährstoffreichen, lockeren, frischen Böden vor.

Spezifische Regulierungsmethoden

  • Abflammen vom Keim- bis 2-Blattstadium
  • Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen

Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

Seitenende