Floh-Knöterich (Polygonum persicaria)
Schadwirkung
Floh-Knöterich kommt als Beikraut überwiegend in Sommergetreide und Hackfrüchten (Zuckerrüben-, Mais- und Kartoffelanbau) vor. Er ist ein Vektor für Blattläuse (Myzus persicae und Aphis fabae), die den Beet yellows virus (Vergilbungskrankheit der Beta-Rübe) übertragen.
Biologie in Kürze
Familie: Polygonaceae (Knöterichgewächse)
Floh-Knöterich ist ein einjähriges Samenbeikraut und besitzt eine verzweigte Pfahlwurzel. Die Stängel werden bis zu 80 cm hoch. Die dunkelgrünen bis rötlichen Keimblätter sind länglich-oval mit abgerundeter Spitze.
Die Laubblätter sind lanzettlich und in der Mitte am breitesten. Auf der Blattoberseite befinden sich oft dunkle Flecken. Die Blätter sind kurz gestielt oder sitzend. Eine häutige Nebenblattscheide (Tute) befindet sich an der Basis der Blätter, die oft kurz angedrückt behaart und am Rande sichtbar bewimpert ist.
Die weißlichen oder purpurroten Blüten wachsen in aufrechten, dichten, end- oder blattwinkelständigen, ährenförmigen Blütenständen. Die Blütezeit reicht von Juni bis September/Oktober.
Die Keimzeit liegt vorwiegend im Frühjahr. Die Keimtiefe beträgt meist 1 bis 4 cm. Die Samen bleiben bis zu 30 Jahre im Boden lebensfähig.
Floh-Knöterich kommt auf fruchtbaren, stickstoffreichen, gut durchlüfteten Böden vor (gute Gare liebend).
Spezifische Regulierungsstrategien
- Abflammen vom Keim- bis ins 2-Blattstadium
- Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

