Geruchlose Kamille (Tripleurospermum perforatum, syn. Matricaria inodora)
Schadwirkung
Sie kommt in fast allen Ackerkulturen vor, insbesondere im Wintergetreide, Zuckerrüben- und Kartoffelanbau, seltener im Sommergetreide. Sie kann sehr konkurrenzstark sein.
Biologie in Kürze
Familie: Compositae (Korbblütengewächse)
Geruchlose Kamille ist eine einjährig-überwinternde, sommereinjährige oder selten zweijährige Pflanze. Die eintriebigen Stängel sind aufrecht und verzweigen sich erst ab der Mitte. Sie können bis zu 60 cm hoch werden. Die Keimblätter sind rundlich-elliptisch und derb. Die ersten Laubblätter (Primärblätter) sind fiederteilig, ihre Endabschnitte sind kaum länger als die Seitenabschnitte.
Die ungestielten Laubblätter sind kahl, doppelt bis dreifach gefiedert mit feinen, schmal-linealischen, stachelspitzen Abschnitten. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Die einzelnen, endständigen, geruchlosen Blüten besitzen einen markigen, halbkegelförmig aufgewölbten Boden mit sehr zahlreichen, weißen, abstehenden Zungenblüten und gelben Röhrenblüten.
Die Geruchlose Kamille ist auf fast allen Bodenarten verbreitet und zeigt oberflächliche Verdichtungen an.
Spezifische Regulierungsstrategien
- Vermeidung von Bodenverdichtungen/ Verschlämmungen
- Abflammen vom Keim- bis ins 2-Blattstadium
- Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

