Vogelmiere (Stellaria media)
Schadwirkung
Vogelmiere tritt vor allem in Wintergetreide (seltener Sommergetreide), im Mais- und Kartoffelanbau sowie im Grünland auf. Sie ist die Wirtspflanze für den Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum) und Vektor für Blattläuse (Myzus persicae und Aphis fabae), die das Gurkenmosaikvirus übertragen können.
Biologie in Kürze
Familie: Caryophyllaceae (Nelkengewächse)
Vogelmiere ist ein sommereinjähriges oder auch einjährig-überwinterndes Samenbeikraut. Die Stängel sind rund, einzeilig behaart und niederliegend, 5 bis 30 cm lang. An den Nodien können sich Wurzeln bilden.
Die hellgrünen Keimblätter sind zart, eiförmig zugespitzt und verschmälern sich in den Blattstiel. Die Laubblätter sind ganzrandig, klein und paarweise gegenständig. Die unteren sind oft gestielt, wobei die Stiele mit einer Haarleiste besetzt sind.
Die Blüte erfolgt fast das ganze Jahr über. Die gabel- und endständigen Blüten sind klein, weiß, sternförmig und gestielt. Die Keimung erfolgt ganzjährig, vorwiegend im April-Mai. Die Keimtiefe beträgt 1 bis 3 cm. Samen sind im Boden über 50 Jahre lebensfähig.
Der bevorzugte Standort sind nährstoffreiche, humose, ausreichend mit Wasser versorgte Böden. Vogelmiere gilt als Zeigerpflanze auf nahezu allen Böden für eine gute Stickstoffversorgung.
Spezifische Regulierungsstrategien
- Abflammen bis ins 4-Blattstadium
- Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

