Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
Schadwirkung
Der Weiße Gänsefuß zählt zu den verbreitetsten Beikräutern und kommt überwiegend im Sommergetreide sowie im Zuckerrüben-, Mais- und Kartoffelanbau vor. Die größte Konkurrenz zeigt sich bei Hackkulturen mit langsamer Jugendentwicklung bei warmer Witterung.
Biologie in Kürze
Familie: Chenopodiaceae (Gänsefußgewächse)
Der Weiße Gänsefuß ist eine einjährige Pflanze. Die kahlen Stängel sind stumpfkantig, aufrecht, stark verzweigt und werden bis zu 150 cm hoch. Sie können grün gestreift oder rotfleckig sein.
Die gestielten Keimblätter sind ca. 15 mm lang, schmal und an der Spitze abgerundet. Auf der Unterseite sind sie rötlich.
Die Laubblätter können länglich bis eiförmig-dreieckig und buchtig, gelappt gezähnt oder lanzettlich ganzrandig (oberste und erste Blätter) sein. Blasenhaare verleihen jungen Blättern ein mehlig bestäubtes Aussehen. Später sind die Blätter überwiegend kahl und von grau- bis dunkelgrüner Farbe. Sie sind ungleich gezähnt, länger als breit, lang gestielt und zum Stiel hin sich verschmälernd.
Die Blüte erfolgt vom Hochsommer bis Herbst. Die unscheinbaren Blüten sind weißlich grün, zwittrig, in dichten, blattachselständigen Knäueln. Es gibt eine Reihe verschiedener Blütenstandstypen innerhalb der Beikrautart, z.B. Scheinähren oder Trugdolden, da die Art sehr formenreich ist.
Die Keimung erfolgt vom späten Frühjahr bis in den Herbst bei 2 bis 40 Grad aus 0,5 bis 4 cm Tiefe. Ein gelegentlich zu beobachtendes Auftreten in ökologisch bewirtschaftetem Wintergetreide ist oft auf indirekte Anregung zur Keimung durch Striegelmaßnahmen im Frühjahr zurückzuführen. Der Weiße Gänsefuß kommt auf allen Bodenarten vor und gilt als Zeigerpflanze für eine gute Stickstoffversorgung.
Spezifische Regulierungsstrategien
- Abflammen bis ins 4-Blattstadium
- Ausgeglichene Fruchtfolge, ggf. Erhöhung des Anteils an Winterungen
- Vermeidung einer Stickstoffspätdüngung mit Jauche
- Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

