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Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum)

 

Schadbildbeschreibung

Aufgrund ihrer Größe und des hohen Vermehrungspotentials kann die Saugtätigkeit der Erbsenblattlaus zu empfindlichen Ertragseinbußen in Verbindung mit Kümmererbsen führen. Sie sind Überträger von Leguminosen-Viren.

Hülsenschaden, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Schaden an Hülsen (unten), gesunde Hülsen (oben),
(c) Universität Kassel

An Erbsen werden im Bereich der Triebspitzen bevorzugt junge Blätter, Blütenansätze und später auch Hülsen besiedelt. Infolge dessen kommt es zu gestauchtem Wachstum, Welke und reduzierter Kornfüllung.

Biologie in Kürze

Geflügelte Erbsenblattläuse fliegen im Mai/Juni in Erbsen und andere Leguminosenbestände ein. Dort entwickeln sich die ersten heranwachsenden Generationen am Hauptspross, zwischen den noch nicht entfalteten Stängelblättern. Bei günstigem Wetter kann es dann zu explosionsartigen Massenvermehrungen kommen, wobei ein Weibchen mehr als 10 Jungtiere/Tag absetzen kann. Nach mehreren Sommerzyklen mit ungeflügelten und geflügelten weiblichen Formen werden zum Herbst zunehmend ausdauernde krautige Leguminosen angeflogen. Dort entstehen auch männliche Tiere. Begattete Weibchen legen winterharte Eier, aus denen im Frühjahr wieder weibliche, ungeflügelte Tiere schlüpfen. In milden Wintern ist parallel dazu auch eine weitere ungeschlechtliche Vermehrung bis zum Frühjahr möglich. Mit dem Auftreten geflügelter Nachkommen werden von dort aus wiederum die Neuaussaaten einjähriger Leguminosen besiedelt.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Körnerleguminosen räumlich von Kleegras- und Luzerneschlägen trennen
  • Frühe oder sehr späte Saat, um die befallsempfindliche Phase mit Blüten- und Hülsenbildung vom Zeitpunkt der Massenentwicklung der Läuse zu trennen

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von externer Link folgtPyrethrinen und externer Link folgtRapsöl, externer Link folgtAzadirachtin und externer Link folgtKali-Seife zugelassen.

Vor der Anwendung ist die Population der Blattlauskolonien in Hinblick auf bevorstehende Einbrüche einzuschätzen. Die Entwicklung des Pflanzenbestandes, das Vorhandensein natürlicher Gegenspieler, die Verpilzungsrate in den Blattlauskolonien sowie der zu erwartende Witterungsverlauf sind dabei zu berücksichtigen.

Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

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