Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora (anam. Drechslera) teres)
Schadbildbeschreibung
Auf den Blattspreiten kommt es zu Aufhellungen unterschiedlicher Größe mit mehr oder weniger stark ausgeprägter brauner Netzstruktur oder untypischen braunen Flecken, die von einem gelben Hof umgeben sind.
Oft bilden sich streifenförmige, von Blattadern begrenzte Verbräunungen. Die Befallssymptome variieren in Abhängigkeit von der Sorte und Jahreszeit.
Biologie in Kürze
Erste Infektionen gehen von befallenen Ernterückständen auf der Bodenoberfläche, Ausfallgetreide und von infiziertem Saatgut aus.
Sämlingsbefall erfolgt bei kühlen Keimbedingungen, weitere Infektionen besonders bei warmer Witterung (Optimum 18 bis 24 Grad) und Feuchtigkeit. Zahlreiche Vermehrungszyklen in schneller Folge finden oft erst nach dem Ährenschieben statt.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Ernterückstände und Ausfallgetreide sorgfältig einarbeiten, frühzeitige Vernichtung von Nachschossern und Ausfallgetreide
- Vorfrucht keine Gerste, auch keine Gerste in Nachbarstellung
- Wahl wenig anfälliger Sorten
- Eine extrem frühe Aussaat beim Anbau von Wintergerste
- Gesundes Saatgut
Direkte Maßnahmen/ zugelassene Pflanzenschutzmittel
- Warmwasserbeizung
- alkoholhaltige Pflanzenstärkungsmittel
- Pflanzenschutzmittel auf Basis von Pseudomonas chlororaphis
Weblink
Strategien zur Bekämpfung von Streifen- und Netzfleckenkrankheit der Gerste im Ökologischen Landbau.
Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

