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Maiszünsler (Ostrinia nubilalis)

Schadbildbeschreibung

Lochreihen in der Blattspreite. Es treten Löcher am Stängel mit hervorquellendem Bohrmehl und Kot auf, die sich in den Blattachseln sammeln.

In den Fraßgängen sind bis zu 2,5 cm lange, grünlich-braune Larven im Stängelmark, im Kolbenstiel, in der Kolbenspindel sowie in und an weichen Körnern zu finden. Der Fraß an Fahne und oberen Stängelteilen führt nur zu geringem Schaden, auch wenn diese Teile abknicken. Der Kolbenfraß ist meist gering, der Speisemais wird jedoch unverkäuflich. Größere Schäden entstehen bei Stängelbruch unter dem Kolben.

Biologie in Kürze

Larve des Maiszünslers, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Larve überwintert in den Wurzelstrünken und Stängelteilen,
(c) JKI

Der 30 Millimeter große gelbbraune Schmetterling kann seine Entwicklung mit einer Generation pro Jahr in allen Klimazonen vollenden, die von Mai bis Juli mittlere Lufttemperaturen von 15 Grad und mehr aufweisen.
Die Larve verpuppt sich ab Mitte Mai. Der Anflug der Falter beginnt in Abhängigkeit von der Region Mitte Juni und dauert bis Mitte August. Der Flughöhepunkt wird bis Mitte Juli erreicht. Die weißen, abgeplatteten Eier werden in Paketen von 15 bis 30 Stück dachziegelartig, besonders an der Blattunterseite der oberen Blattetagen, abgelegt.

Die Larven verbreiten sich rasch auch auf die Nachbarpflanzen und bohren sich in die Stängel ein - Fraßrichtung zunächst nach oben, dann nach unten bis zum Wurzelkopf. Knoten sind kaum zu durchbohren und werden deshalb von außen umgangen. Die Fraß- und Entwicklungsgeschwindigkeit der Raupen hängt von der Gewebehärte der Sorten ab.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

Tiefes Abschlegeln und sorgfältige Unterpflügen der Maisstoppeln. Dadurch werden die Larven zerquetscht und vergraben.

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Die Anwendung der Schlupfwespe Trichogramma brassicae ist sehr wirksam und erfasst nur den Maisschädling. Der Eiparasitoid wird im Puppenstadium auf Pappkärtchen geklebt und ab Beginn des Zünslerfluges zweimal im Abstand von rund zehn Tagen im Maisbestand aufgehängt. Die geschlüpften Schlupfwespen zerstören die Zünslereier zu 70 - 90 Prozent. Die Anflugkontrolle kann mit Licht- und Pheromonfallen erfolgen. Die Regulierung mit Trichogramma wird oft von Land, Kreis oder Gemeinde finanziell unterstützt - auf Förderprogramme achten! Die Bekämpfungsschwelle liegt bei fünf Eigelegen/100 Pflanzen. Warndienst beachten!

Derzeit sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Bacillus thuringiensis zugelassen.

Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

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