Braunrost (Puccinia recondita f. sp. secalis)
Schadbildbeschreibung
Der Braunrost ist an ovalen, rostbraune Pusteln (Sommersporenlager) zu erkennen, die unregelmäßig und vorwiegend auf den Blattoberseiten verteilt sind.
Biologie in Kürze
Rostpilze sind auf ihre Wirtspflanzen spezialisiert. Braunrost tritt vor allem in den wärmeren Anbauregionen Deutschlands regelmäßig auf. Durch seine höheren Temperaturansprüche (Idealtemperatur am Tag von 20 bis 26 Grad und in der Nacht 15 Grad) führt er insbesondere bei warmer Frühsommerwitterung zu erheblichen Ertragseinbußen. Neben dem Ertrag wird auch die Kornqualität (Eiweißgehalt) gemindert. Ausfall- und Wintergetreide sowie Gräser dienen dem Mycel als Winterquartier. Die Verbreitung der Sporen erfolgt durch Wind.
Im ökologischen Landbau ist Rost vor allem ein Problem, wenn die Stickstoff-Versorgung hoch ist. Dies ist besonders am Schlagrand der Fall, wo die Pflanzen weniger unter Konkurrenz leiden.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Vernichtung des aufgelaufenen Ausfallgetreides
- Sortenwahl: Die Anfälligkeit der Sorten wird mit einem Boniturschema von neun (sehr anfällig) bis eins (resistent) bewertet und ist in der Beschreibenden Sortenliste enthalten. Für den Anbau sollten nur resistente Sorten mit Boniturnoten bis fünf verwendet werden. Sortenmischungen sind gegen wind-verbreitete Krankheiten wie Rost sehr wirksam. Es sollten Sorten mit verschiedenen Resistenzen gemischt werden.
- Späte Herbstsaat
- Räumliche Trennung von Sommerung und Winterung
Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Eine direkte Bekämpfung ist zurzeit im ökologischen Landbau nicht möglich. In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel verfügbar.
Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

