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Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum)

 

Schadbildbeschreibung

Bereits an den Keimlingen treten Symptome in Form von Verbräunungen und Verkrümmungen auf. Es besteht ein schlechter Feldaufgang.
Ab der Schossphase bilden sich auf den untersten, noch grünen Blättern ein bis zwei Millimeter große, linsenförmige Flecke, oft mit einem gelblichen Hof.

Ährenbefall: verbräunte Hüllspelzen, schlechte Kornausbildung
Bei Ährenbefall verbräunen die Hüllspelzen von der Spitze ausgehend,
(c) JKI

Später treten vergrößerte Nekrosen auf. Teilweise sind die Infektionsstellen noch als dunkelbraune Punkte sichtbar.

Die Deckspelzen verbräunen meist nur im oberen, freien Teil. Es kommt zu schlechter Kornausbildung.

Typisch ist der Befall der Blattachseln und dessen Ausdehnung auf die Blattscheiden. Erst auf abgestorbenen Gewebeteilen bilden sich nach Blattnässe kleine, braune, mit bloßem Auge nicht sichtbare Fruchtkörper (Pyknidien), die bei Befeuchten rosa Sporenschleim entlassen. Bei stark vergrößerter Betrachtung unter durchscheinendem Licht erscheinen die Pyknidien honigbraun.

Biologie in Kürze

Eine Epidemie geht von befallenen Ernterückständen auf der Bodenoberfläche und/ oder infiziertem Saatgut aus. Die Verbreitung der Sporen in höhere Blattetagen bis zur Ähre erfolgt durch Regenspritzer. Blattfeuchte (Minimum für Infektion sechs Stunden) und Wärme (optimal 20 bis 25 Grad, mindestens 8 bis 10 Grad) begünstigen die Pilzinfektion.

Alterung oder jegliche Schwächung der Blätter beschleunigen die Erregerentwicklung. Daher erfolgt die Vermehrung zunächst in den unteren Blattetagen. Weitere Wirtspflanzen sind Gerste, Roggen, Triticale und Gräser.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Ernterückstände sorgfältig einarbeiten
  • Wahl wenig anfälliger, nicht zu kurzstrohiger Sorten
  • Gesundes Saatgut verwenden (Herkunft: Gesundlagen mit geringen Niederschlägen zwischen Ährenschieben und Ernte)
  • Saatgutsortierung: Kalibrierung großer Körner
  • Optimierte Bestandesführung, Lager verhüten

Direkte Maßnahmen/ zugelassene Pflanzenschutzmittel

  • Saatgutbehandlung mit Verfahren der Heißwasser- und Heißluftbehandlung
  • Elektronenbehandlung (Zulässigkeit mit Verband/ Kontrollstelle abklären)
  • alkoholhaltige Pflanzenstärkungsmittel
  • Pflanzenschutzmittel auf Basis von Pseudomonas chlororaphis

Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

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