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Blaues und Rothalsiges Getreidehähnchen (Oulema lichenis, O. melanopus)

 

Schadbildbeschreibung

Oulema lichenis ist ein 4 - 5 mm großer, gepunkteter, metallisch-blauer Käfer. O. melanopus ist 5 - 6 mm groß mit gepunkteten, metallisch-blauen Flügeldecken.

Käfer des Getreidehähnchens
Das Halsschild und die Beine des Getreidehähnchens sind rötlich,
(c) JKI

Ab Mai fressen die Käfer streifenförmige Löcher zwischen die Blattnerven. Später erfolgt ein großflächiger Fensterfraß auf den Blattoberseiten durch die Larven beider Arten.

Biologie in Kürze

Die Käfer überwintern an Waldrändern und Hecken. Der Zuflug erfolgt im April/ Mai. Nach dem Reifungsfraß der Weibchen werden 50 - 150 Eier auf die Blattoberseiten von Weizen, seltener Gerste abgelegt. O. melanopus bevorzugt Hafer als Eiablageort.

Zwei bis drei Wochen findet der Larvenfraß statt. Die Larven sind bis 5 mm groß, gelblich mit brauner Kopfkapsel und kurzen Beinen, meist mit schleimiger schwarzer Kothülle. Die Verpuppung erfolgt in einem Schaumkokon an der Wirtspflanze bzw. im Boden. Ab Ende Juli/ August findet man die Jungkäfer kurzzeitig an Wildgräsern. Schädlingsbefall wird durch warme, trockene Witterung begünstigt.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

Derzeit gibt es keine anwendbaren Methoden.

Direkte Maßnahmen / Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Schadensschwelle: Im ökologischen Landbau gelten zwei Larven pro Blatt als Schadensschwelle. Eine direkte Bekämpfung ist jedoch zurzeit im ökologischen Landbau nicht möglich. In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel verfügbar.

Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

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