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Zwergsteinbrand (Tilletia controversa)

Weizenähren, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Symptome des Zwergsteinbrandes
(c) JKI

Schadbildbeschreibung

Befallene Pflanzen sind stärker bestockt. Die Halme bleiben deutlich im Wuchs zurück. In den Ähren sind bereits zur Blütezeit zahlreiche Brandbutten vorhanden, die kleiner und härter als beim Steinbrand sind.

Biologie in Kürze

Die bis zu zehn Jahren lebensfähigen Sporen des Pilzes werden durch Saatgut, Stroh, Stallmist und beim Drusch mit dem Wind verbreitet. Beim Mähdrusch werden die Sporen aus den Brandbutten freigesetzt oder ganze Brandbutten gelangen in den Boden. Die Hauptinfektion geht vom Boden aus, wobei der Erreger auch am Saatgut überdauern kann. Sporen nahe der Bodenoberfläche keimen und infizieren die Pflanzen vorrangig im Zeitraum der Bestockung über die Anlagen von Seitentrieben. Begünstigend für eine Infektion sind diffuse Lichtverhältnisse, anhaltend niedrige Temperaturen (ein bis fünf Grad) und Feuchtigkeit während des anfälligen Befallsstadiums des Weizens.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • weite Wintergetreidefruchtfolge in Befallslagen (Ausnahme Wintergerste), Winterweizenanteil nicht mehr als 20 Prozent
  • gesundes, anerkanntes Saatgut
  • Anbau gering anfälliger Sorten
  • späte, nicht flache Ansaat

Direkte Maßnahmen/ zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind in Deutschland keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.

 

Letzte Aktualisierung: 06.08.2010

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