Kohlschotenmücke (Dasineura brassicae)
Schadbildbeschreibung
Die Larven saugen an der Innenwand der Schoten und Samen. Die Schoten vergilben vorzeitig, schwellen an und verkrümmen sich häufig. Sie werden vorzeitig braun und springen auf, so dass die Körner herausfallen.
Biologie in Kürze
Die Larven sind ca. zwei Millimeter lang, gelblich-weiß und madenförmig. Die Puppe ist gelblich-weiß. Bei Bodentemperaturen von etwa 13 Grad schlüpft die flugträge, windanfällige Mücke aus vor- und vorvorjährigen Rapsschlägen und fliegt bei Blühbeginn das Winterrapsfeld an. Der Flughöhepunkt liegt vor der Vollblüte (nach Abfallen der ersten Blütenblätter und beginnender Schotenbildung).
Das Weibchen legt ca. 60 Eier an durchschnittlich fünf Schoten ab. Die Eiablage erfolgt an Schoten jeden Alters, weitestgehend durch Schotenverletzungen vor allem durch vorausgegangene Fraß- und Bohrtätigkeit anderer Insekten, insbesondere des Kohlschotenrüssler. In junge, bis ein Zentimeter lange Schoten kann das Weibchen die Eier selbständig ablegen.
Die Larve verlässt die Schoten, wandert in den Boden ab und verpuppt sich. Es kommt zum Schlupf eines Teils der Mücken, die dann Sommerölfrüchte und Kruziferenunkräuter bevorzugen. Im Boden überliegende Kokonlarven werden durch die Bodenbearbeitung in alle Bodenschichten verteilt. Die Kohlschotenmücke kann bis zu drei Generationen bilden, wobei nur die zweite und Teile der dritten Generation an Winterraps auftreten.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Mulchsaat fördert natürliche Gegenspieler, aber Schnecken werden dadurch auch gefördert.
- Rapsfelder möglichst weit von vorjährigen Rapsschlägen anlegen.
- Weite Rapsfruchtfolgen.
Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Eine direkte Bekämpfung ist im Ökologischen Landbau nicht möglich. In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel verfügbar. Eine Befallserfassung ist sehr schwierig und mit Gelbschalen aufgrund der mangelnden Attraktivität dieser während der Blüte nicht aussagekräftig.
Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

