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Kohlschotenrüssler (Ceuthorhynchus assimilis)

Schadbildbeschreibung

Der Zuflug der Käfer in die Rapsbestände erfolgt mit beginnender Rapsblüte. An den Schotenwänden treten Bisslöcher auf. Im Schoteninnern fressen kleine, weißliche Larven der Kohlschotenmücke. Der Kohlschotenrüssler hat große Bedeutung für den Befall durch Kohlschotenmücken, da diese die Bohrlöcher des Rüsselkäfers für ihre Eiablage nutzen.

Biologie in Kürze

Käfer auf einer Rapsblüte, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Käfer sind 2,5 bis 3 Millimeter lang, schwarz mit grauen Borsten,
(c) aid

Der Kopf des Kohlschotenrüsslers ist rüsselförmig verlängert und nach innen gebogen. Die Käfer überwintern an Waldrändern, Hecken und anderen Saumbiotopen. Sie erscheinen zur Zeit der beginnenden Blüte. Mit der Vollblüte tritt auch der Hauptflug bei etwa 20 Grad ein. Die Käfer ernähren sich von Blättern, Blüten und jungen Schoten, ohne jedoch deutliche wirtschaftliche Schäden anzurichten.

Die Eier werden einzeln in die sich streckende Schote durch ein vorher gefressenes Loch abgelegt. Der durch die Larve angerichtete Schaden ist gering. Die Verpuppung findet in etwa 8 cm Tiefe im Boden statt. Die schlüpfenden Jungkäfer wandern nach einem Reifungsfraß an Sommerkruziferen im August zu den Überwinterungsquartieren.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Mulchsaat fördert natürliche Gegenspieler; aber Achtung: Schnecken werden dadurch auch gefördert!
  • Weite Rapsfruchtfolge.

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau nicht möglich.

Die Kontrolle des Schaderregerauftretens, der Flugaktivität und des Flughöhepunktes kann mit Hilfe von Gelbfangschalen erfolgen. Sie müssen im Frühjahr vor Flugbeginn in Bestandeshöhe (Unterlage oder Gestell) platziert werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Ermittlung der Anzahl der Käfer durch eine Klopf- oder Schüttelprobe. Dabei werden die Knospenstände über einer weißen Schale geschüttelt und die herabfallenden Käfer ausgezählt: Die Kontrolle von fünf Knospenständen erfolgt an den fünf Punkten einer Boniturlinie.

Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

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