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Rapserdfloh (Psylliodes chrysocephala)

Schadbildbeschreibung

Im Herbst erscheint an den Blättern runder Lochfraß bis hin zu einer siebartigen Durchlöcherung der Blattfläche, die durch die Käfer verursacht werden.

Rapserdfloh - Käfer, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Beine des Käfers sind gelb gefärbt,
(c) JKI

Später erfolgt der Minierfraß der schwarzköpfigen Larven in Stängeln und Blattstielen. Fressen die Larven im Innern der jungen Pflanzen, können bei Frost die geschädigten Pflanzenteile aufplatzen und so die Frosthärte vermindern. Wird der Vegetationskegel zerstört, können ganze Pflanzen auswintern.

Biologie in Kürze

Nach der Sommerruhe an kühlen, schattigen und feuchten Plätzen, erscheint der vier bis fünf Millimeter länglich ovale, blauschwarz gefärbte Käfer etwa Anfang September und besiedelt die jungen Rapspflanzen. Etwa 10 bis 15 Tage später beginnt das Weibchen mit der Eiablage, die in Pflanzennähe in den Boden erfolgt. Die Eiablage kann je nach Witterungsverlauf bis zum Frühjahr andauern.

Die geschlüpften, jungen Larven bohren sich in den Stängelgrund der unteren Blätter ein und gelangen von dort in das Innere der Pflanze. In günstigen Jahren ist ein Teil der Larven bereits im Herbst voll entwickelt. Diese begeben sich dann noch vor dem Winter, die anderen normalerweise im Mai/ Juni, zur Verpuppung in den Boden.

Mit Hilfe seiner kräftigen Hinterschenkel springt der Rapserdfloh bei Berührung weg. Die Larven sind sechs bis sieben Millimeter groß, schmutzig-weiß und haben einen dunkelbraunen Kopf sowie drei Beinpaare.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Weite Fruchtfolge, keine zu enge Rapsfolge.
  • Keine zu frühe Aussaat.
  • Mulchsaat fördert natürliche Gegenspieler; Achtung: Schnecken werden dadurch auch gefördert!
  • Frühe, nicht zu dichte Aussaat fördert kräftige, widerstandsfähige Pflanzen.
  • Frohwüchsige Rapssorten besitzen eine höhere Toleranz.
  • Pfluglose Bodenbearbeitung zur Folgefrucht fördert die Dichte überwinternder Larvenparasitoide.

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel 

Die Überwinterung erfolgt in Saumbiotopen in unmittelbarer Nähe der alten Schläge. Die Kontrolle des Schaderregerauftretens, der Flugaktivität und des Flughöhepunktes kann mit Hilfe von Gelbfangschalen erfolgen.

Die Schalen müssen vor Flugbeginn möglichst in Richtung dieser Schläge aufgestellt werden (mindestens drei). Die Fangschalen werden am Boden platziert bzw. nach Möglichkeit ebenerdig in den Boden eingelassen.

Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau nicht möglich. In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel verfügbar.

Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

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