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Rapsglanzkäfer (Meligethes aeneus)

 

Schadbildbeschreibung

Über den ganzen Knospenstand unregelmäßig verteilte an- und ausgebissene Knospen, die später vertrocknen und abfallen. Nur die Blütenstiele verbleiben an den Pflanzen. Der Käfer zerbeißt die geschlossenen Blütenknospen, um an den Blütenpollen zu gelangen, wobei er zum Teil den Fruchtknoten verletzt.

Biologie in Kürze

Käfer auf einer Rapsblüte
Bei warmem Wetter sind die Käfer sehr aktiv, kaltes Wetter kann den Flugbeginn deutlich verzögern,
(c) aid

Der etwa zwei Millimeter lange, blaugrün-metallisch glänzende Käfer tritt nach der Überwinterung bei Bodentemperaturen über zehn Grad  (Lufttemperatur 14 Grad ) auf. Zunächst besiedeln Rapsglanzkäfer nur die Feldränder, bevor bei Sonnenschein und Wärme das gesamte Feld besiedelt wird. Massenflug setzt oft erst bei 18 Grad ein. Flughöhepunkt ist bei voll entwickelten, freistehenden Knospenständen.

Die Weibchen legen bis zu fünf Eier in von unten angebissene Knospen. Sie beschädigen weder Narbe noch Fruchtknoten. Nach vier bis sieben Tagen schlüpfen die Larven, die sich von Pollen ernähren. Sie wandern zur Verpuppung in den Boden. In Abhängigkeit von der Witterung erscheinen die Käfer ab Juni und besiedeln viele Unkräuter und Kulturpflanzen, ohne Ausfälle zu verursachen. Ende August suchen sie die Winterquartiere wie Waldränder, Hecken und andere Saumbiotope auf.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Kein Sommerraps in Winterrapsanbaugebieten (Überflug)
  • Frühblühende Rapssorten anbauen, Wachstumsförderung im Frühjahr
  • Anbau eines frühblühenden Rübsenstreifens im Randbereich zur Ablenkung der Käfer im Knospenstadium des Rapses oder Mischanbau mit etwa zehn Prozent Rübsen (00-Qualität beachten!)
  • Rapsschläge nicht in direkter Waldnähe
  • pfluglose Bodenbearbeitung zur Folgekultur (Schonung der überwinternden Schlupfwespen)
  • Mulchsaat fördert natürliche Gegenspieler; aber Achtung: Schnecken werden dadurch auch gefördert.

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau nicht möglich.

Die Kontrolle des Schaderregerauftretens, der Flugaktivität und des Flughöhepunktes kann mit Hilfe von Gelbfangschalen erfolgen. Sie müssen im Frühjahr vor Flugbeginn in Bestandeshöhe (Unterlage oder Gestell) platziert werden.

Eine Befallsreduzierung ist durch das mechanische Absammeln möglich. Dazu werden sogenannte Käfersammelgeräte am Schlepper angebaut.

Letzte Aktualisierung: 26.07.2010

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