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Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma lingam)

Schadbildbeschreibung

Im Herbst bilden sich zunächst an älteren Blättern vereinzelte runde Blattnekrosen von fünf bis zehn Millimeter Durchmesser mit dunklem Rand. Diese sind scharf zum gesunden Gewebe abgegrenzt und weisen kleine dunkle Punkte (Sporenbehälter) auf. Keimlings- und Stängelbefall ist ebenfalls möglich. Ab Mai werden am Stängelhals zunehmend Verbräunungen, Verkorkungen und Vermorschungen sichtbar. Bei starkem Befall verlieren die Pflanzen ihre Standfestigkeit und reifen vorzeitig ab.

Biologie in Kürze

Rapspflanze, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Phoma-Symptome an Raps
© E. Vorbeck, DNPW-Abt. Pflanzenpathologie, Univ. Göttingen

An Ernterückständen bildet der Pilz Sporen, die ausgeschleudert und mit dem Wind verbreitet werden. Bei ausreichender Blattfeuchte werden die Laubblätter der Rapspflanzen im Herbst und Frühjahr infiziert. Der Pilz wächst durch den Blattstiel in den Wurzelhals ein, wo sich zur Ernte die beschriebenen Symptome zeigen. Innerhalb der Blattnekrosen bilden sich ebenfalls Sporen, die durch Regenspritzer im Bestand verteilt werden und Blätter und Stängel infizieren. Die Verletzungen von Schaderregern wie Rapserdfloh oder Triebrüssler können als Eintrittspforten dienen.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  •  Sortenwahl,
  • sorgfältiges Unterpflügen der Rapsstoppeln,
  • Fruchtfolge (Zunahme des Infektionsdruckes durch zunehmenden Rapsanbau in der Region).

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Eine direkte Bekämpfung ist im Ökologischen Landbau nicht möglich.

Letzte Aktualisierung: 24.11.2010

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