Auflaufkrankheiten (Fusarium solani, Rhizoctonia solani, Pythium spp.)
Schadbildbeschreibung
Kurz nach dem Aufgang verzögert sich das Wachstum der befallenen Pflanzen. Erste Symptome - wie Vergilbungen und abgestorbenes Gewebe - sind am Spross vor allem dann zu erkennen, wenn auf trübe Witterung eine Hitzeperiode folgt.
Die Wurzeln färben sich dunkelbraun bis schwarz und es kommt zu Längsrissen. Teilweise bilden sich sekundär neue Wurzeln.
Der Wurzelhals und die Wurzeln sind vermorscht. Als Folge der Auflaufkrankheiten können sich bei älteren Pflanzen die Blätter von unten nach oben fortlaufend einrollen, absterben und es kommt zur Notreife. Hülsenansatz und -entwicklung sind stark beeinträchtigt.
Biologie in Kürze
Auflaufkrankheiten werden von einem Erregerkomplex hervorgerufen. Bestände auf Böden mit hoher Bodenfeuchtigkeit und Bodenverdichtungen sind besonders gefährdet. Die Erreger haben ein weites Wirtsspektrum. Die Übertragung erfolgt vorwiegend durch krankes Saatgut oder über den Boden.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Verwendung von gesundem Saatgut,
- Aussaat in abgetrocknete, erwärmte Böden,
- Weitgestellte Fruchtfolgen mit ausreichendem Fruchtwechsel (Vorsicht: Fusarium der Erbse kann auch die Bohne schädigen!),
- Vernichtung von Ernterückständen,
- Zwischenfruchtanbau zur Aktivierung des Bodenlebens und Förderung der Rotteprozesse,
- Bodenbearbeitung: lockere, durchlässige Böden.
Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau nicht möglich. Derzeit sind in Deutschland keine Pflanzenschutzmittel für den ökologischen Landbau verfügbar.
Letzte Aktualisierung: 30.12.2010

