oekolandbau.de - Das Informationsportal



Brennfleckenkrankheit (Colletotrichum lindemuthianum)

Schadbildbeschreibung

Brennfleckenkrankheit, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Typische Flecken an der Hülse, (c) JKI Kleinmachnow

Zunächst entstehen auf Keimblättern, Stängeln und Hülsen braune Flecken. Auf den Blättern gehen von den Blattadern längliche, rötliche bis dunkelbraune Flecken aus. Das Blattgewebe kann aufreißen. Die typischen Brennflecken bilden sich nur auf den Hülsen und sind rundlich, braun, leicht eingesunken und von einem schwarzen Rand umgeben.

Nach der Fleckenbildung am Stängel kann bei starkem Befall der gesamte Stängel oberhalb der Befallsstelle absterben.

Biologie in Kürze

Brennfleckenkrankheit, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Typische Flecken am Stängel,
(c) JKI Kleinmachnow

Primäre Infektionsquelle sind Keimlinge, die aus infizierten Samen heranwachsen. Von dort werden neu gebildete Sporen über Spritzwasser weiter verbreitet. Ausreichend für Infektionen ist eine Blattnässedauer von 10 Stunden bei 10 Grad oder vier Stunden bei über 20 Grad. Der Pilz kann am Samen mehrere Jahre und am nicht geräumten oder eingearbeiteten, befallenen Laub bis zum Folgejahr überdauern.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Gesundes Saatgut verwenden
  • Einen ausreichenden Fruchtwechsel einhalten
  • In gefährdeten Gebieten resistente Sorten verwenden
  • In befallenen Beständen Kulturarbeiten möglichst bei trockener Witterung durchführen
  • Auf befallenen Flächen keinen Nachbau

Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel

  • Heißwasserbehandlung (50 Grad, zehn Minuten) des Saatgutes
  • Feuchtheißluftbehandlung des Saatgutes

Derzeit sind keine Pflanzenschutzmittel in Deutschland zugelassen.

Weblinks

Leitfaden Saatgutgesundheit im Ökologischen Landbau

Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

Seitenende