Blattläuse (Aphis gossypii, Aphis nasturtii, Myzus persicae, Aulacorthum solani, Macrosiphum euphorbiae)
Schadbildbeschreibung
Blattläuse wie M. euphorbiae und M. persicae haben eine große Bedeutung als Überträger von Viren. A. Solani verursacht Blattflecken und Verkrüppelungen an den Saugstellen. A. gossypii und A. nasturtii besiedeln die Pflanzen in dichten Kolonien und verursachen dadurch Minderwuchs, Honig- und Rußtauausscheidungen sowie Virusübertragungen.
Biologie in Kürze
Nach der Überwinterung der Eier am Trompetenbaum und Freiland-Hibiscus bei der Baumwollblattlaus und Kreuzdorn bei der Kreuzdornblattlaus besiedeln die Frühjahrsgenerationen unter anderem auch die Gurke. Zu Befallsbeginn sitzen die Blattläuse dieser Arten nur einzeln unter den Blättern. Nach starker Vermehrung können sie flächendeckende Kolonien auf den Blättern bilden.
Während des ganzen Sommers entstehen parthenogenetisch zahlreiche Generationen im Rhythmus von etwa zehn Tagen. In dieser Zeit werden laufend auch geflügelte Formen gebildet, die für eine Ausbreitung des Befalls sorgen. In unseren Breiten überwintern die Kartoffelblattläuse meist im Gewächshaus. Nur in sehr milden Wintern überleben sie als Weibchen an Kulturresten und Unkräutern. Die grüne Pfirsichblattlaus überwintert als Ei an Pfirsich und anderen Rosengewächsen sowie im Gewächshaus.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Befallsfreie Anzucht der Jungpflanzen
- im Freiland Bestände mit Vlies oder Schutznetzen (Maschenweite bis 0,5 mm) bis zur ersten Ernte abdecken
- Nützlinge durch Saumstrukturen fördern
Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Derzeit sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von
Kali-Seife zugelassen.
Letzte Aktualisierung: 03.08.2010

