Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)
Schadbildbeschreibung
Anfänglicher Lochfraß geht später in Skelettierfraß an den Blättern der Pflanzen über. Oft verbleiben nur die Blattrippen an den Pflanzen. Es werden alle Kohl-Arten geschädigt.
Biologie in Kürze
Nach dem Schlupf der Falter im April/ Mai legen die Weibchen im Mai/ Juni Eier in kleinen Gruppen an Kohl oder auch an die Blattunterseiten von kreuzblütigen Unkräutern und Kulturpflanzen ab. Die gelben Eier sind stumpf-kegelförmig und längs gerippt.
Nach der Verpuppung bildet sich die zweite, stark schädigende Generation, die in großen Schwärmen ausfliegt. Die Eiablage im Juli erfolgt an die Blätter der Kohlpflanzen.
Die Larven verursachen Blattfraß. Im Herbst kriechen die Larven an Bäumen und Wänden hoch. Dort oder an geschädigten Pflanzen bilden sich die grünlich-weißen, schwarz gefleckten Puppen, die an sehr feinen Fäden aufgehängt sind. Im Frühjahr schlüpfen die Falter, die weiße Flügel mit einer schwarzen Zeichnung aufweisen. Die Entwicklungszeit ist stark temperaturabhängig (bei 14 Grad - 90 Tage, 26 Grad - 30 Tage).
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Abdeckung mit Kulturschutznetzen: Maschenweite 1,5 bis 2 Millimeter,
Ausbringen der Netze vor dem Zuflug und der Eiablage, Netze am Rand gut im Boden verankern, keine Netze mit Löchern oder Rissen verwenden - Die Larvenstadien werden hin und wieder von den Schlupfwespen der Gattung Cotesia glomeratus sowie die Eier von Trichogramma parasitiert. Alle Maßnahmen, die diese Nützlinge fördern, tragen somit zur Regulierung der Schädlinge bei. Hecken und Feldraine sind wichtige nützlingsfördernde Saumbiotope, die es zu schützen oder neu anzulegen gilt.
Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Derzeit sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Bacillus thuringiensis zugelassen.
Weblinks
aid MedienShop: Hecken und Feldraine in der Agrarlandschaft
(Computerprogramm auf CD-Rom)
Letzte Aktualisierung: 29.09.2010

