oekolandbau.de - Das Informationsportal



Kleine Kohlfliege (Delia radicum)

Schadbildbeschreibung

An stark befallenen Pflanzen kommt es zu Welkeerscheinungen. Die Pflanzen verkümmern, sterben ab und lassen sich leicht aus dem Boden herausziehen. Von dem Wurzelsystem bleibt häufig nur der Zentralzylinder übrig. Larven können an den Wurzeln sichtbar sein. Gelegentlich tritt ein oberirdischer Kohlfliegenbefall auf, bei dem die Larven in den Hauptadern des Kohlkopfes minieren.

Biologie in Kürze

Blumenkohl, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Schaden durch die Kleine Kohlfliege am Blumenkohl,
(c) JKI Braunschweig

Erste Fliegen kommen ab Mitte April bis Anfang Mai aus den überwinternden Puppen im Boden. Die Eier werden an den Wurzelhals oder in Erdspalten abgelegt. Nach vier bis acht Tagen schlüpfen die Larven, die sofort mit ihrer Fraßtätigkeit an den Wurzeln beginnen. Nach 3 bis 6 Wochen verpuppen sich die Larven im Boden. Im Sommer schlüpfen sie nach etwa 2 Wochen. Je nach Witterung treten in Deutschland zwei bis drei Generationen pro Jahr auf. Die Eiablage kann bei Rosen- oder Chinakohl auch an die oberirdischen Pflanzenteile erfolgen.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Fruchtwechsel, keine Nachbarschaft zu Kreutzblütengewächsen (z. B. Raps)
  • Untersaaten oder Mischkulturen
  • Vor der Eiablage Vliese oder Kulturschutznetze auflegen (< 2 mm)
  • Möglichst günstigen Pflanzzeitpunkt wählen, rasches Anwachsen fördern

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind keine Pflanzenschutzmittel in Deutschland zugelassen.

Weblinks

Letzte Aktualisierung: 09.08.2010

Seitenende