Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella)
Schadbildbeschreibung
Ab Spätsommer findet man an den Blattunterseiten der Pflanzen kleine, bepuderte „Weiße Fliegen”, die bei Berührung auffliegen. Durch die Wachs- und Honigtauausscheidungen wird das Erntegut verunreinigt und es siedeln sich Schwärzepilze an. Betroffen sind vor allem Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing.
Biologie in Kürze
Die Kohlmottenschildlaus überwintert als erwachsenes Tier an verschiedenen Pflanzen. Drei bis vier Wochen dauert die Entwicklung vom Ei zum erwachsenen Tier. Es können sich im Jahr vier bis fünf Generationen entwickeln. Vor allem in trocken-warmen Sommern kann es zu einer Massenvermehrung kommen, da jedes Weibchen bis zu 300 Eier ablegt.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Weite Fruchtfolge (Anbaupause vier Jahre), Nähe von vorjährigen Kohlfeldern meiden
- kein Anbau in Rapsnähe oder neben Erdbeerfeldern
- sofortiges Einarbeiten befallener Kohlbestände nach der Ernte
- befallsfreie Jungpflanzen verwenden, Setzlingskisten können einen Tag vor dem Verpflanzen prophylaktisch mittels Tauchbad mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden
- Abdeckung mit engmaschigem Kulturschutznetz (Maschenweite 0,8 x 0,8 mm)
- Nützlingseinsatz von Encarsia tricolor
Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Derzeit sind bei Jungpflanzen Pflanzenschutzmittel auf der Basis von
Kaliseife sowie
Pyrethrinen und
Rapsöl zugelassen.
Letzte Aktualisierung: 09.08.2010

