oekolandbau.de - Das Informationsportal



Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella)

Schadbildbeschreibung

Ab Spätsommer findet man an den Blattunterseiten der Pflanzen kleine, bepuderte „Weiße Fliegen”, die bei Berührung auffliegen. Durch die Wachs- und Honigtauausscheidungen wird das Erntegut verunreinigt und es siedeln sich Schwärzepilze an. Betroffen sind vor allem Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing.

Biologie in Kürze

Mottenschildläuse, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Mottenschildlaus auf einem Kohlblatt,
(c) JKI Braunschweig

Die Kohlmottenschildlaus überwintert als erwachsenes Tier an verschiedenen Pflanzen. Drei bis vier Wochen dauert die Entwicklung vom Ei zum erwachsenen Tier. Es können sich im Jahr vier bis fünf Generationen entwickeln. Vor allem in trocken-warmen Sommern kann es zu einer Massenvermehrung kommen, da jedes Weibchen bis zu 300 Eier ablegt.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Weite Fruchtfolge (Anbaupause vier Jahre), Nähe von vorjährigen Kohlfeldern meiden
  • kein Anbau in Rapsnähe oder neben Erdbeerfeldern
  • sofortiges Einarbeiten befallener Kohlbestände nach der Ernte
  • befallsfreie Jungpflanzen verwenden, Setzlingskisten können einen Tag vor dem Verpflanzen prophylaktisch mittels Tauchbad mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden
  • Abdeckung mit engmaschigem Kulturschutznetz (Maschenweite 0,8 x 0,8 mm)
  • Nützlingseinsatz von Encarsia tricolor

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind bei Jungpflanzen Pflanzenschutzmittel auf der Basis von externer Link folgtKaliseife sowie externer Link folgtPyrethrinen und externer Link folgtRapsöl zugelassen.

Letzte Aktualisierung: 09.08.2010

Seitenende