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Gierschblattlaus (Cavariella aegopodii)

Schadbildbeschreibung

Diese Blattläuse saugen an jungen Blättern und Trieben und haben somit erhebliche Bedeutung bei der Übertragung von Viruserkrankungen, insbesondere Möhrenröte. Bei starker Herzblattbesiedlung kann es zu Wachstumsdepressionen der Pflanzen kommen.

Gierschblattläuse auf Blatt, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Mehrere Generationen der Gierschblattlaus auf einem Blatt,
(c) T. Thieme

Biologie in Kürze

Die grünen Blattläuse sind ca. 1 bis 3 mm groß. Bei milder Witterung kann bereits ab Mitte Februar der Schlupf der Läuse aus den Wintereiern einsetzen. Es entstehen meist 3 Generationen. Ab April/Mai treten geflügelte Blattlausformen auf, die neben der Möhre auch Kulturarten wie Petersilie, Sellerie und Dill sowie zweijährige Doldenblütler der Begleitflora wie Giersch, Wiesenkerbel und Bärenklau-Arten befallen. Es gibt ebenfalls mehrere, teils geflügelte, Generationen, die wiederum Möhren anfliegen. Ab September entwickeln sich auf den Weiden geschlechtliche Tiere, von denen die Weibchen an den Trieben ihre Eier zur Überwinterung ablegen.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Sortenwahl
  • Abdeckung mit Vlies oder engmaschigen Netzen (Maschenweite < 0,5 mm) bis mindestens Juni
  • Frühe oder sehr späte Saat der Möhren

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind in Deutschland Pflanzenschutzmittel auf der Basis von externer Link folgtKali-Seife sowie bei Jungpflanzen externer Link folgtPyrethrine mit externer Link folgtRapsöl für den Ökologischen Landbau verfügbar.

 

Letzte Aktualisierung: 20.10.2010

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