Kohlerdfloh (Phyllotreta ssp. (atra, cruciferae, nemorum, nigripes, undulata))
Schadbildbeschreibung
Bei sonnigem Wetter sind die zahlreichen gelbstreifigen oder schwarzblauen Käfer auf den Pflanzen zu finden.
Die Keim- und Laubblätter sind siebartig durchlöchert. In Abhängigkeit von der Art minieren die Larven in den Blättern und Blattstielen oder leben von den Pflanzenwurzeln. Die Käfer schädigen durch Loch- oder Schabefraß an den Blättern. Es kommt zu Wachstumsstockungen, besonders bei Trockenheit.
Beim Rettich treten Fraßgänge bis in 30 cm Bodentiefe durch die Larven von P. undulata auf. Durch die Laubschäden wird die Qualität gemindert. Kohlerdflöhe sind Überträger des Turnip yellow mosaic virus (TuMV) und des Radish mosaic virus (RaMV).
Biologie in Kürze
Neben Rettich und Radieschen werden Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler wie verschiedene Kohle und Raps von den Blattkäfern befallen. Die 2,5 bis 3 mm großen Käfer sind dunkelgrün-blau oder schwarzglänzend. Sie überwintern im Boden und wechseln im Frühjahr von Kreuzblütlern in die Bestände. Die Weibchen legen ihre Eier überwiegend in den Boden ab. Die weißen Larven der Erdflöhe haben drei Beinpaare und eine schwarze Kopfkapsel. Im Juli erscheinen die Jungkäfer, die dann im Herbst in die Winterquartiere abwandern. Es können zwei Generationen im Jahr auftreten.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
Es können Pflanzenstärkungsmittel auf der Basis von Gesteinsmehlen eingesetzt werden.
- Regelmäßiges Lockern der Bodenoberfläche
- Beregnung
- Abdeckung mit Vlies oder Kulturschutznetzen: Maschenweite 0,8 Millimeter. Netze am Rand gut im Boden verankern, keine Netze mit Löchern oder Rissen verwenden
Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Derzeit sind in Deutschland Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Pyrethrinen und Rapsöl für den Ökologischen Landbau verfügbar.
Letzte Aktualisierung: 05.08.2010

