Salatwurzellaus (Pemphigus bursarius)
Schadbildbeschreibung
Die Pflanzen welken. Die Salatköpfe werden nur mangelhaft ausgebildet. An den Wurzeln, insbesondere im Bereich des Wurzelhalses sind gelbe, wachsbestäubte Läuse zu finden.
Biologie in Kürze
Die 2,4 mm großen Tiere besitzen keine oder nur stark verkümmerte Rückenröhren. Sie haben Wachsdrüsen, aus denen Wachswolle ausgeschieden wird. Die Salatwurzellaus überwintert an Schwarzpappeln und bildet dort im Frühjahr die sogenannten Blattstielgallen.
Ab Juni fliegen sie aus und besiedeln die Wurzeln ihrer Sommerpflanzen. Dort vermehren sie sich in mehreren Generationen. Im Frühherbst kehren geflügelte Tiere wieder auf den Winterwirt zurück. Sie sind Überträger von Virosen und bakteriellen Erkrankungen.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Widerstandsfähige Sorten wählen
- Befallsfreies Pflanzgut
- Nützlingsförderung (Laufkäfer, Kurzflügler, Hundertfüßler, Spinnen etc.)
- Ausreichende Bewässerung
- Oberflächliches Lockern des Bodens, um den Nützlingen ein Vordringen zum Wurzelbereich zu ermöglichen
- Ausbringen von Kulturschutznetzen zur Flugzeit
Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Im Freiland und unter Glas sind in Beständen zur Saatguterzeugung Pflanzenschutzmittel auf der Basis
Azadirachtin zugelassen.
Zugelassene Präparate auf der Basis von Kaliseife und Pyrethrinen sollten bei der Salatwurzellaus nicht eingesetzt werden, da sie nur als Kontaktmittel Wirkung zeigen.
Letzte Aktualisierung: 05.08.2010

