Schwarzfäule (Rhizoctonia solani)
Schadbildbeschreibung
Auf dem Boden aufliegende Blätter faulen, wobei die Mittelrippe zunächst nicht betroffen ist. Die Mittelrippe weist meist bräunliche Längsstreifen auf.
Die Fäule kann bis in das Herz des Salatkopfes reichen. Der Salatstrunk bleibt weiß und gesund.
Biologie in Kürze
Der Pilz überdauert mit Hilfe von Sklerotien im Boden oder an infizierten Pflanzenresten. Höhere Temperaturen begünstigen einen Befall. Im Verlauf des Befalls dringt der Pilz von unten immer weiter in die Pflanze ein.
Der Pilz kommt in verschieden angepassten Pathotypen vor. Rhizoctonia solani ist ein Erreger mit einem sehr weiten Wirtspflanzenkreis, z.B. Kohlrabi, Schnittlauch, Paprika, Kartoffel und Radieschen. Sporen werden durch Wind verbreitet.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Gesundes Saatgut verwenden
- Heißwasserbehandlung des Saatgutes (50 Grad, 30 min.)
- Gute Auflaufbedingungen ermöglichen (keine Staunässe)
- Saubere Anzuchtgefäße und Kisten verwenden
- Ausgeglichene Fruchtfolge
- Im Freiland 10 bis 15 cm hohe Dämme anlegen, um ein zügiges Abtrocknen des Bodens zu gewährleisten.
- Salat hoch pflanzen
Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau nicht möglich. Derzeit sind in Deutschland keine Pflanzenschutzmittel für den ökologischen Landbau verfügbar.
Weblinks
Biologische Bekämpfung von Rhizoctonia solani im ökologischen Anbau
Letzte Aktualisierung: 05.08.2010

