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Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)

Schadbildbeschreibung

Die Blattfleckenkrankheit ist die wichtigste Pilzkrankheit am Sellerie. Vorwiegend auf den Blättern aber auch auf den Stängeln entwickeln sich unterschiedlich große, gelb-grüne, braune oder graue Flecken, in denen sich pünktchenartig die schwarzen Sporenbehälter (Pyknidien) bilden. Besonders bei hohen Niederschlägen nimmt die Zahl der Flecken rasch zu und erfasst die ganze Blattspreite.

Biologie in Kürze

Fleckenbildung am Sellerieblatt durch Septoria
Das Sellerielaub stirbt von den älteren Blättern ausgehend ab,
(c) ALLB Heilbronn

Der Pilz wird mit dem Samen übertragen. Er infiziert die Keimlinge und entwickelt sich dann langsam. Erst mit Bestandesschluss und den günstigen, klimatischen Bedingungen erfolgt die stärkere Ausbreitung durch Regenspritzer oder Kulturarbeiten mittels Konidien. Die Infektion erfolgt durch die Atemöffnungen (Stomata) oder direkt in das Pflanzengewebe.

Die Überdauerung auf Pflanzenresten im Boden oder auf wild vorkommenden Apium-Arten ist nur von untergeordneter Bedeutung. Das Abdecken mit Insektenschutznetzen fördert die Infektionsbedingungen für den Pilz. Am Samen bleibt der Pilz in Abhängigkeit von den Lagerbedingungen unterschiedlich lange lebensfähig.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Sortenwahl: Angaben zur Anfälligkeit der Sorten sind in der Beschreibenden Sortenliste enthalten. Mit einem Boniturschema von neun (sehr anfällig) bis eins (resistent) wird die Anfälligkeit der Sorten bewertet. Für den Anbau sollten nur widerstandsfähige Sorten mit Boniturnoten bis fünf verwendet werden.
  • Heißwasserbehandlung des Saatgutes (53 Grad, zehn Minuten),
  • Pflanzenreste gründlich beseitigen,
  • nur einwandfreie Setzlinge verwenden,
  • Fruchtfolgeregeln beachten.

Direkte Maßnahmen am Saatgut/ zugelassene Pflanzenschutzmittel

Heißwasserbehandlung (53 Grad Celsius, zehn Minuten, sehr gute Wirkung). Zur Vermeidung von Keimschädigungen sollten mit der jeweiligen Saatgutcharge Vorversuche zur Ermittlung der optimalen Behandlungstemperatur und -dauer erfolgen.

Derzeit sind im Freiland Pflanzenschutzmittel auf der Basis von externer Link folgtKupfer zugelassen.

Letzte Aktualisierung: 05.08.2010

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