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Möhrenfliege (Psila rosae)

Schadbildbeschreibung

Erste Larvengeneration: Befallener Sellerie bleibt im Wuchs zurück. Sich bildende Knollen sind grau-braun, die Blattstiele im unteren Teil häufig violett und die Wurzeln rostbraun verfärbt.

Zweite und eventuell dritte Larvengeneration: Die Knollen sind nach außen rau und im Innern violett verfärbt. Bei starkem Befall treten rostbraune Fraßgänge auch in der Knolle auf, die im Lager fortschreiten. Es werden in erster Linie die Feldränder befallen.

Biologie in Kürze

Larve der Möhrenfliege
Larve der Möhrenfliege an einer Selleriewurzel,
(c) ALLB Heilbronn

Die Möhrenfliege tritt etwa Anfang/ Mitte Mai auf. Sie sucht bevorzugt windgeschützte, leicht schattige Lagen auf. Die Möhrenfliege fliegt von höher gelegener Vegetation (Hecken, Böschungen) zur Eiablage an. Nach der Paarung legt das Weibchen Eier in Bodenritzen nahe der Pflanzen ab. Die nach wenigen Tagen schlüpfenden Larven kriechen zur Wurzelspitze vor und fressen zunächst die feinen Seitenwurzeln der jungen Pflanzen. Die erste Larvengeneration schädigt etwa im Juni.

Die zweite Generation schlüpft etwa ab Juli. Die Larven kommen auch an anderen Gemüsearten (z.B. Dill, Fenchel, Petersilie) und Umbelliferen-Unkrautarten vor. Diese Pflanzen tragen zum Überdauern oder zur Etablierung der Fliegenpopulation bei. Die Möhrenfliege überdauert als Puppe oder Larve im Boden. In Gebieten mit Weinbauklima tritt regelmäßig eine dritte Generation ab September auf.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Zur Kontrolle des Anfluges und Flugverlaufes können gelbe Leimtafeln eingesetzt werden
  • Ausgeglichene Fruchtfolge (einjährige Anbaupausen von Doldenblütlern, auch auf den Nachbarflächen und Ackerrandstreifen)
  • Abdeckung mit Kulturschutznetzen: Maschenweite 1,2 bis 1,6 Millimeter. Netze am Rand gut im Boden verankern. Keine Netze mit Löchern oder Rissen verwenden. (Achtung: Sind die Tiere bereits vorhanden, vermehren sie sich unter den Netzen stark!)
  • Während des Hauptfluges nicht wässern oder hacken

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pfanzenschutzmittel

Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau nicht möglich. Derzeit sind in Deutschland keine Pflanzenschutzmittel für den ökologischen Landbau verfügbar.

Letzte Aktualisierung: 29.09.2009

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