Tomatenstängelfäule (Didymella lycopersici)
Schadbildbeschreibung
Schädigungen treten sowohl bei Freiland- als auch an Gewächshaustomaten auf. Die Pflanzen welken plötzlich und sterben ab. Die Infektionen treten bevorzugt am Stammgrund auf. Dort zeigen sich schwarze, eingesunkene Flecken, die den Stängel umfassen.
An der Befallsstelle sind die Leitungsbahnen unterbrochen, die Pflanze stirbt ab. Zum Herbst können auch die oberen Stängelabschnitte betroffen sein. An den Früchten tritt vom Stielansatz ausgehend ein großer, dunkler Faulfleck auf. An einigen Sorten können auch mehrere Flecken auftreten. Über befallene Früchte erfolgt die Übertragung auf den Samen.
Biologie in Kürze
Der Pilz überdauert auf befallenen Pflanzenresten, Tomatenpfählen und Schnüren. Die Ausbreitung im Bestand erfolgt über Sporen, die durch Wind, Niederschlag oder Pflegearbeiten verbreitet werden. Tomaten auf leichten Böden werden seltener befallen. Die Infektion kann auch von befallenem Saatgut ausgehen.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- widerstandsfähige Sorten wählen
- gesundes Saatgut verwenden
- befallene Pflanzenreste sorgfältig vernichten
- ausgeglichene Fruchtfolge im Freiland
- neue Schnüre und nicht verseuchte Pfähle zum Aufbinden verwenden
- Pflücken der untersten Blätter für eine schnelle Abtrocknung des Stängelgrundes
- beim Ausgeizen keine unnötig großen Wunden verursachen
Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Derzeit sind in Deutschland keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.
- Didymella lycopersici wird bei der Kupfermittelspritzung gegen Phytophthora infestans miterfasst!
Letzte Aktualisierung: 05.08.2010

