Thrips (Thrips tabaci)
Schadbildbeschreibung
Durch Saugschäden kommt es zu einer Qualitätsminderung des Erntegutes. Besonders im Zentrum der Pflanzen und an den Blattunterseiten sind Thrips-Kolonien zu finden.
Biologie in Kürze
Die Hauptflugzeit reicht von Mitte Juli bis Mitte August. Besonders bei trockenen und warmen Sommern kommt es zu hohen Vermehrungsraten. Die Weibchen legen die bohnenförmigen Eier in das Pflanzengewebe ab. Die Larven sind zwischen den Blattschichten am jungen Pflanzengewebe zu finden. Erwachsene Tiere ernähren sich auch von älterem Gewebe.
Adulte sind etwa 1,0 bis 1,2 mm lang, gelb (überwiegend Sommertiere) bis braun gefärbt. Thripse schädigen mit ihren kurzen Mundwerkzeugen die oberen Zelllagen. Zwiebelthrips befällt alle Allium-Arten und viele weitere Kulturpflanzen und Unkräuter. In einer Vegetationsperiode kommt es zu vier bis sechs Generationen, die sich gegenseitig überlappen. Die Überwinterung erfolgt im Boden oder an Wirtspflanzen, wie z.B. Porree.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Tief pflügen
- Regelmäßige Bewässerung
- Abdeckung, besonders der Jungpflanzen mit Kulturschutznetzen: Maschenweite ≤ 1,0 mm, Ausbringen der Netze vor dem Auflaufen der Saat bzw. sofort nach dem Setzen, Netze am Rand gut im Boden verankern, keine Netze mit Löchern oder Rissen verwenden
- Untersaaten als Ablenkfutter einsäen
- Verwendung heller, schimmernder oder blauer Mulchfolien
- Tiefgründige Böden mit guter Wasserführung bevorzugen
- Förderung natürlicher Feinde (räuberischer Thrips, Blumenwanzen) durch Saumstrukturen
Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel
- Bei schwachem Befall wiederholt beregnen
Derzeit sind im Freiland Pflanzenschutzmittel auf der Basis von
Spinosad und
Kaliseife zugelassen.
Letzte Aktualisierung: 06.08.2010

