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Apfelmehltau (Podosphaera leucotricha)

 

Schadbildbeschreibung

Blüten, junge Blätter und Triebspitzen sind von einem puderartigen, weißen Pilzbelag überzogen. Ein Befall führt im Frühjahr zu spätem Austrieb mit verkrüppelten Blättern und zu geschädigten Blüten, die dann nicht mehr in der Lage sind, normale Früchte auszubilden.
Deformierte Blütenblätter und befallenes Blattwerk vertrocknen und fallen ab.

Biologie in Kürze

Weißer Pilzbefall auf Blättern durch Mehltau
Saftentzug und Ausscheidungen des Pilzes führen zu vermindertem Wachstum und Verkrüppelungen,
(c) JKI

Der Mehltau überwintert als Mycel hauptsächlich in befallenen Knospen. Im Frühjahr wächst der Pilz mit dem Austrieb aus den Knospen heraus und befällt neugebildete Blätter, Sprosse und Blütenorgane.

Von Mai bis Juni herrscht die höchste Infektionsgefahr und es erfolgt die Besiedlung neuer Knospen. Ideale Infektionsbedingungen sind hohe Temperaturen (20 Grad) und hohe Luftfeuchtigkeit. Infiziert werden können nur Blätter, die nicht älter als 20 Tage sind. Bereits Blätter im Alter von sechs Tagen sind gering anfällig. Die Sporen können nur wenige Meter vom Wind verschleppt werden.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Ein sorgfältiges Ausschneiden der befallenen Triebe während des Winterschnittes reduziert erheblich das Sporenangebot für das Folgejahr.
  • Nur junge Blätter können infiziert werden. Es sollten alle Maßnahmen getroffen werden, die ein geregeltes Wachstum garantieren (ausgeglichener Schnitt, ausgeglichene Düngung).
  • Da die Sporen des Pilzes einen geringen Verbreitungsraum haben, ist das Entfernen befallener Triebe in der infektionsgefährdeten Zeit eine bedeutende Maßnahme, die Ausbreitung zu reduzieren.
  • Da der Mehltaupilz hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit braucht, sollte bei der Erstellung der Anlagen darauf geachtet werden, dass eine gute Durchlüftung gewährleistet wird.
  • Die bekannten Apfelsorten weisen unterschiedliche Anfälligkeit gegenüber dem Mehltaupilz auf. Bei Neupflanzungen in gefährdeten Lagen sollten robuste Sorten berücksichtigt werden.
  • Pflanzenstärkungsmittel auf der Basis von Pflanzenextrakten oder Natriumbicarbonat können die Ausbreitung des Pilzes vermindern.

Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Derzeit sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von externer Link folgtLecithin und externer Link folgtSchwefel zugelassen.

Spritzen oder Sprühen bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

In der Praxis wird der Mehltau meist bei der Schorfbekämpfung miterfasst.

Letzte Aktualisierung: 06.08.2010

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