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Gloeosporium-Fruchtfäule (Pezicula alba, P. malicorticis, u.a.)

 

Schadbildbeschreibung

An den Früchten bilden sich nach einiger Lagerzeit runde, flache, hellbraune Faulstellen. Die Flecken vergrößern sich nur sehr langsam.

Biologie in Kürze

Faulstellen mit Pustelbildung am Pfirsich
Bei hoher Luftfeuchtigkeit entwickeln sich auf den Schadstellen zahlreiche weiße, rosafarbene oder hellbraune kleine Pusteln,
(c) JKI

Die Krankheitserreger leben das ganze Jahr über am Baum, vorwiegend in Rindenbrandstellen, Schnittwunden, Blattnarben und Blattnekrosen verschiedener Laubgehölze. Die Konidien werden bei Niederschlägen aus den kompakten Sporenlagern geschwemmt und so mit dem Regenwasser übertragen. Der Befall ist in jedem Entwicklungsstadium möglich, mit zunehmender Fruchtreife steigt jedoch die Anfälligkeit. Niederschläge im Sommer und kurz vor der Ernte begünstigen daher eine Infektion. Die Pilze verbleiben vorerst im Ruhestadium und weisen erst nach längerer Lagerdauer (fortschreitender Reife) charakteristische Symptome auf.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Krebs- und Rindenbrandstellen entfernen,
  • alle Fruchtmumien entfernen,
  • Baumschnitt bei trockenem Wetter durchführen, Wunden sofort verschließen,
  • physiologische Stabilität der Pflanzen durch ausreichende Kalziumversorgung gewährleisten,
  • Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln auf der Basis von Aureobasidium pullulans und schwefelsaurer Tonerde.

Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Eine direkte Bekämpfung von Lagerkrankheiten ist nur bedingt möglich. Zum Einsatz kommende Schachtelhalmpräparate dienen zur Stabilisierung der Zellen. Auch sollte eine optimale Lagertechnik zu Verfügung stehen.

Bei der Bekämpfung der Gloeosporium-Fäule haben sich Heißwasserbehandlungen als effizient erwiesen. Dazu werden die in Kisten eingelagerten Äpfel in heißes Wasser (die Temperatur ist sortenabhängig) getaucht, bevor man sie anschließend im CA-Lager (3 Prozent CO2/1 Prozent O2 bei 1 Grad) eingelagert. Der Fäulnisbefall im Lager kann so deutlich reduziert werden. Das Heißwasserverfahren könnte in Zukunft eine Vorerntebehandlung mit speziellen Fungiziden ersetzen.

Weblinks

Heißwasser gegen Gloeosporium-Fruchtfäule

externer Link folgtPflanzenstärkungsmittel gegen Lagerfäulen

Letzte Aktualisierung: 06.08.2010

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