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Apfelrostmilbe (Aculus schlechtendali)

 

Schadbildbeschreibung

Der Schaden entsteht durch die Saugtätigkeit an Blatt- und Fruchtzellen. Er führt zu Verfärbungen der Blätter und bei extremem Befall zu Berostung und schlechter Ausfärbung der Früchte.

Apfelrostmilben
Apfelsorten wie Elstar, Jonagold oder auch Golden Delicious werden bevorzugt von der Rostmilbe befallen,
(c) JKI

Biologie in Kürze

Die Rostmilben überwintern hinter Knospenschuppen und Rindenrissen. Schon vor der Blüte beginnen sie, sich zu vermehren. Die Generationsfolge beträgt je nach Temperatur 7 bis 14 Tage. Ab Ende Juli suchen die Rostmilben ihr Winterversteck auf.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

Da Raubmilben eine stärkere Vermehrung des Schädlings verhindern können, ist eine raubmilbenschonende Spritzfolge eine wichtige, vorbeugende Maßnahme. Weitere raubmilbenfördernde Maßnahmen sind das Pflanzen von Hecken (z. B. Brombeeren, Roter Hartriegel, Haselnuss, Rote Heckenkirsche) und die Gewährleistung eines ständigen Pollenagebotes, z. B. durch alternierendes Mulchen.

Um Raubmilben in einer Anlage zu integrieren, können Umsiedlungsverfahren angewendet werden. Dabei werden Tiere aus besiedelten Anlagen mittels Pflanzenmaterial oder Filzstreifen in raubmilbenfreie Anlagen umgesiedelt.

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Im Allgemeinen wird die Rostmilbe im Öko-Obstbau durch die Spritzungen mit Schwefelpräparaten gegen Schorf unter Kontrolle gehalten.

Derzeit sind keine Pflanzenschutzmittel in Deutschland zugelassen.

Letzte Aktualisierung: 06.08.2010

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