Birnengallmücke (Contarinia pyrivora)
Schadbildbeschreibung
Besonders an jungen Birnbäumen treten zur Hälfte oder ganz schwarz gefärbte Früchte auf. Es kommt zu Fruchtdeformationen. Im Inneren der Früchte kann man zahlreiche weißliche, kopflose Larven der Birnengallmücke finden. Befallene Früchte wachsen schneller, sind rundlich, später runzlig und zersetzen sich selbst oder fallen vorzeitig ab.
Biologie in Kürze
Die äußerlich den Stechmücken ähnlichen Birnengallmücken schlüpfen im Frühjahr und legen Ihre Eier im April/Mai in die sich gerade öffnenden Blüten. Jede Mücke legt zwischen 20 und 30 Eier an Staubbeutel und Griffel der Blüte.
Nach einigen Wochen verlassen die Larven die Früchte und verpuppen sich im Boden. Die Entwicklung dauert vier bis sechs Tage. Das Larvenstadium ist nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen. Adulte schlüpfen im Frühjahr.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
- Sortenwahl: besonders stark befallen 'Williams Christ'
- befallene Früchte rasch entfernen und entsorgen
Direkte Maßnahmen/Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Schadensschwelle: nicht festgelegt; Vorjahresbefall ist entscheidend.
Bei schwachem Vorjahresbefall genügt eine Behandlung. In extremen Befallslagen, das heißt weit über 10 Prozent Befall, können zwei Applikationen erforderlich sein. Spritztermin und Flugbeginn bei der Beratung erfragen! Die Behandlung muss zum Hauptflug vor der Eiablage erfolgen.
Derzeit sind in Deutschland Pflanzenschutzmittel auf der Basis von
Pyrethrin zugelassen.
Letzte Aktualisierung: 06.08.2010

