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Gemeine Spinnmilbe syn. Bohnenspinnmilbe (Tetranychus urticae)

 

Schadbildbeschreibung

Einstiche auf dem Blatt verursachen anfänglich eine punktuelle Gelbfärbung. Stärkerer Befall führt an jungen Blättern zu Kräuselung und Deformationen sowie zu punkt- oder fleckenweisen Blattvergilbungen und Nekrosen. Stark befallene Blätter trocknen aus und fallen ab. Die gelblichen Milben mit den zwei charakteristischen dunklen Rückenflecken bilden ein typisches, feines Seidengespinst auf der Blattunterseite.

Biologie in Kürze

Makroaufnahme einer Gemeinen Spinnmilbe, Klick führt zu Großversion im neuen Fenster
Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae),
(c) JKI

Die Gemeine Spinnmilbe tritt im biologischen Rebbau nur selten schädlich auf, da sie in der Regel von Nützlingen ausreichend eingegrenzt wird und krautige Pflanzen bevorzugt. Am größten ist die Gefahr eines Schadens bei Jungreben.

Die befruchteten Weibchen überwintern unter Rindenschuppen, in Ritzen von Rebpfählen, an Steinen und anderen Orten. Im Frühjahr vermehren sie sich im Unterwuchs, im Laufe des Sommers erfolgt die Abwanderung auf die Rebe. Sechs bis zehn Generationen können pro Jahr auftreten. Massenvermehrungen im Sommer werden durch hohe Temperaturen, fehlende natürliche Feinde und zu hohe Stickstoffgaben gefördert.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Nützlinge ansiedeln, fördern und schonen, insbesondere die Raubmilbe Typhlodromus pyri 
  • Zurückhaltende Stickstoffdüngung

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Eine Regulierung ist in der Regel nicht nötig. Bei Überschreitung der Schadensschwelle (Mai/Juni 30 - 40 Prozent, Juli/August 20 - 30 Prozent besetzte Blätter) den Beratungsdienst kontaktieren.

In Deutschland sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von externer Link folgtMineralölen und Rapsöl zugelassen. Bei den zugelassenen Präparaten handelt es sich um Austriebsspritzmittel. Eine Sommeranwendung ist daher nicht möglich.

Letzte Aktualisierung: 30.12.2010

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