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Rebenschmierläuse (Heliococcus bohemicus, Phenacoccus aceris)

 

Schadbildbeschreibung

Die von weißer, wolliger Wachsmasse bedeckten Schädlinge finden sich vor allem an den jungen Trieben. Die Blätter und Triebe sind mit Rußtau- und Honigtau-Krusten bedeckt.

Biologie in Kürze

Schmierlauslarven an der Unterseite eines Rebblattes, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Schmierlausbefall an einem Rebblatt,
(c) JKI

Die Rebenschmierläuse überwintern als ältere Larven unter der Borke und in Ritzen der Pfähle. Im Frühjahr besiedeln die Larven die grünen Triebe. Nach der Geschlechtsreife legen die Weibchen der Ahornschmierlaus (Ph. aceris) ihre Eier in großer Zahl in einem weißen Eisack ab, während die Larven der böhmischen Schmierlaus (H. bohemicus) schon bei der Eiablage schlüpfen. Die Junglarven erscheinen im Juli / August und wandern zur Nahrungsaufnahme auf die Unterseite der Blätter.

Die gelegentlich in Massen auftretende Rebenschmierlaus schwächt die Stöcke, so dass diese nur kümmerliche Triebe entwickeln. Die Tiere scheiden außerordentlich viel Honigtau aus. Die nachfolgende Rußtaubildung reduziert die Assimilationsleistung der Blätter.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Natürliche Feinde fördern: Marienkäfer, Florfliegen, räuberische Wanzen, Erz- und Zehrwespen

Direkte Maßnahmen/ Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Für die Schmierlaus-Regulierung im ökologischen Weinbau ist zurzeit kein Pflanzenschutzmittel zugelassen. Austrieb-Spritzungen mit Ölen wirken befallsmindernd.

In Weinbergen könnten Holzpfähle durch Stahlpfähle ersetzt werden.

Letzte Aktualisierung: 27.09.2010

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