Amerikanischer Reismehlkäfer (Tribolium confusum)
Schadbildbeschreibung
Ein charakteristisches Schadbild fehlt. Hohe Fruchtbarkeit und kurze Entwicklungszeiten bei höheren Temperaturen verursachen bei massenhaftem Befall durch den Reismehlkäfer hohe Masseverluste. Dieser Käfer ist ein gefürchteter Schädling der Nahrungsmittelindustrie. Befallenes Mehl verfärbt sich rosa und nimmt einen spezifischen Geruch an. Geruch und Geschmack von Backwaren werden auch beeinträchtigt.
Die Veränderungen bewirkt eine abgegebene Substanz, ein Chinon, das insektizide Eigenschaften aufweist. Gegenüber den Masseverlusten wiegen die Verluste durch Verderb infolge Geruchsbeeinträchtigung fast noch schwerer.
Der Käfer tritt meistens zusammen mit anderen Schädlingen auf und befällt beschädigtes oder geschrotetes Getreide, Hirse, Mehl (insbesondere Reismehl) und andere Getreideerzeugnisse, Erbsen, Bohnen, Sämereien, Baumwollsamen, Back- und Teigwaren, Kakao, Rosinen, Feigen, Erdnüsse, Kopra, Palmkerne und andere Ölfrüchte, Gewürze, Drogen ect.
Ein Auftreten in Wohnungen lässt sich häufig einem länger andauerndem Zugang verwilderter Haustauben zum Dachboden zuordnen. Durch entsprechende Veränderung am Bau kann dies verhindert werden. Der Amerikanische Reismehlkäfer ist im Lagergetreide bisher nur selten aufgetreten. Dieser Käfer tritt häufiger in Mühlen auf und ist dabei konkurrenzstärker als Tribolium castaneum, der Rotbraune Reismehlkäfer.
Biologie in Kürze
Die Käfer sind hell kastanienrot gefärbt. Kopf und Halsschild sind häufig etwas dunkler, die Seitenränder des Kopfes vor dem Auge seitlich stark verbreitert und das Auge bis zur Hälfte durchsetzend.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen
Die Bekämpfung der Reismehlkäfer im Bereich der Mühlenindustrie gestaltet sich schwierig. Die Käfer können dort versteckt innerhalb der Walzenstühle, Sieb- und Putzmaschinen oder auch in nicht ablaufenden Mehlresten in Mehlsilos leben, von wo aus sie frische Ware befallen, deshalb für Sauberkeit sorgen!
Direkte Maßnahmen
- Hitzebehandlung
- Reinigung der Betriebsräume und Maschinen
Letzte Aktualisierung: 30.12.2010

